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Nachrichten

01.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die USA haben angesichts der jüngsten Provokationen aus Nordkorea nochmals Stärke demonstriert. Sie verlegten von ihrem Stützpunkt in Japan F-22-Jagdflugzeuge nach Südkorea. Die Kampfjets, die vom Radar nicht erfasst werden können, seien für ein Manöver mit dem Verbündeten auf dem Luftwaffenstützpunkt Osan stationiert worden, teilte das US-Militär mit. Nordkorea werde sich mit seinen Drohungen nur weiter isolieren und die internationalen Bemühungen um Stabilität und Frieden in der Region untergraben, erklärten die USA. Nordkorea hatte am Samstag den Kriegszustand mit Südkorea ausgerufen. Faktisch sind beide Länder allerdings seit dem Ende des Koreakriegs 1953 im Kriegszustand, da sie keinen Friedensvertrag schlossen.

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Nach Jahrzehnten unter Regierungskontrolle ist das Staatsmonopol auf Tageszeitungen in Myanmar (ehemals Birma) gefallen. Vier private Zeitungen dürfen von diesem Montag an Nachrichten und Meinungen verbreiten. Insgesamt gab die Regierung Lizenzen für 16 neue Blätter aus. Darunter ist auch die Zeitung der Partei Nationale Liga für Demokratie von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Die Regierung unter Präsident Thein Sein verfolgt seit ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren eine Politik der Öffnung und schrittweisen Reformen. Unter der Militärjunta in dem südostasiatischen Land wurden alle Veröffentlichungen zensiert - von Liedtexten bis hin zu Märchen.

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Eine Woche nach dem Umsturz in der Zentralafrikanischen Republik hat der selbsternannte Präsident Michel Djotodia seine Regierungstruppe vorgestellt. Djotodia, der Chef der Rebellenallianz Séléka, übernimmt auch das Amt des Verteidigungsministers. Ministerpräsident bleibt der frühere Oppositionspolitiker Nicolas Tiangaye. Der 56-Jährige war nach Friedensgesprächen im Januar von den Rebellen für das Amt bestimmt worden. Dem Kabinett des bitterarmen, aber rohstoffreichen Landes gehören 34 Mitglieder an. Neun Minister kommen aus den Reihen des Séléka-Bündnisses, acht Regierungsvertreter waren früher in der Opposition.

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In Ägypten ist der regierungskritische Fernsehkabarettist Bassem Jussif nach mehrstündigem Verhör gegen die Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Die Ermittlungen dauerten jedoch an, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der beliebte Komiker hatte sich der Polizei gestellt, nachdem der Generalstaatsanwalt am Samstag die Verhaftung des 39-Jährigen angeordnet hatte. Jussif wird vorgeworfen, mit seinen Parodien im Fernsehen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi und den Islam beleidigt zu haben. Dies weist der Kabarettist mit Nachdruck zurück. Wenn gegen irgendjemanden wegen Religionsbeleidigung ermittelt werden sollte, dann gegen diejenigen, die den Islam als Waffe und politisches Instrument ausnutzten, sagte er.

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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist in Indien in einem wegweisenden Patent-Rechtsstreit unterlegen. Der Höchste Gerichtshof des Landes verweigerte dem Unternehmen ein Patent auf die Weiterentwicklung eines Krebsmedikaments. Zur Begründung hieß es, bei diesem handele es sich nicht um ein neues Medikament. Patentschutz für teure westliche Arzneien ist in Indien schwer zu erlangen. In dem Land sind Millionen Menschen auf Generika, also günstige Nachahmerprodukte angewiesen. Diese wiederum sind den großen Konzernen ein Dorn im Auge. Zudem sehen sie in Indien ihre geistigen Eigentumsrechte gefährdet. Novartis hatte seit 2006 in Indien für ein neues Patent seines Krebsmedikamentes Glivec gekämpft.

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