01.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 01.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

01.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Donnerstag, 1. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

EU nimmt nach Journalistenmord in der Slowakei Finanzermittlungen auf:

Nach der Ermordung des slowakischen Journalisten Ján Kuciak will die EU-Kommission Nachforschungen anstellen. In ein paar Wochen werde es über die Finanzströme und einen möglichen Missbrauch Klarheit geben, sagte Haushaltskommissar Günther Oettinger der Zeitung "Die Welt". Oettinger hält es für möglich, dass in dem Fall Zahlungen an Landwirte oder Agrarunternehmen für kriminelle Zwecke missbraucht worden seien. Kuciak hatte über Straftaten von Geschäftsleuten berichtet, von denen manche Verbindungen zu Politikern hatten. Medienberichten zufolge ging es bei seinen Recherchen auch um mutmaßlichen Subventionsbetrug. Nach Kuciaks Recherchen hatten sich mutmaßliche Mitglieder der kalabrischen 'Ndrangheta im Osten der Slowakei auf Mehrwertsteuerbetrug sowie Betrügereien um EU-Förderungen spezialisiert. Er und seine Freundin wurden am Wochenende erschossen aufgefunden. Am Mittwoch trat der slowakische Kulturminister Marek Madaric wegen des Falles zurück.

 

Trumps Kommunikationsdirektorin Hicks tritt zurück:

Donald Trump verliert erneut eine wichtige Mitarbeiterin im Weißen Haus. Sechs Monate nach ihrem Amtsantritt gibt Kommunikationschefin Hope Hicks ihren Posten auf, wie der US-Präsident bestätigte. Die 29 Jahre alte Hicks gilt als enge Vertraute Trumps und hatte auch Öffentlichkeitsarbeit für sein Wahlkampfteam gemacht. Präsidentensprecherin Sarah Sanders sagte, der genaue Termin für den Abgang sei noch unklar. Sie bestritt, dass Hicks' Rücktritt etwas mit deren Aussage am Dienstag vor dem Repräsentantenhaus zur Russland-Affäre zu tun habe. In der Affäre geht es um mögliche illegale Kontakte von Trumps Wahlkampfteam nach Moskau. Hicks hatte bei der Anhörung auf viele Fragen die Antwort verweigert, wofür sie von den oppositionellen Demokraten heftig kritisiert wurde.

 

US-Sportladen-Kette stoppt Sturmgewehr-Verkauf :

Dick's Sporting Goods, eine der größten amerikanischen Sportgeschäft-Ketten, verkauft künftig keine Sturmgewehre mehr. Damit reagiert das Unternehmen auf das Massaker an der High School in Parkland in Florida, wie Firmenchef Edward Stack in TV-Interviews mitteilte. Die Kette verkauft auch keine Schusswaffen mehr an Personen, die jünger als 21 Jahre sind. In einem offenen Brief fordert Stack, der selbst Waffen besitzt, die Politiker auf, eine Reform der Waffengesetze anzugehen. Der Schütze, der vor zwei Wochen in Parkland 17 Menschen erschoss, hatte bei Dick’s Sporting Goods noch im November eine Waffe gekauft. Auch der US-Einzelhandelsriese Walmart erhöhte das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen auf 21 Jahre.

 

Hackerangriff auf Datennetz des Bundes:

Das besonders geschützte Internet deutscher Regierungsstellen ist möglicherweise monatelang Ziel einer Cyberattacke gewesen. Das Bundesinnenministerium in Berlin sprach von einem "IT-Sicherheitsvorfall", der die "Informationstechnik und Netze des Bundes betrifft". Betroffen war von dem Angriff laut "Süddeutscher Zeitung" unter anderem das Auswärtige Amt. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach eine russische Hackergruppe hinter dem Angriff vermutet wird. Dies bestätigte das Ministerium nicht. Die Bundesregierung müsse schnellstmöglich aufklären, welche Daten konkret abgeflossen seien und ob im Zuge des Angriffs eine den Behörden bekannte Sicherheitslücke verwendet worden sei, forderte der Grünen-Fraktionsvize und Internetexperte Konstantin von Notz. Der Digitalausschuss des Bundestages kommt an diesem Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen.

 

Griechenland und Ungarn lehnen Rücknahme von Flüchtlingen ab:

Griechenland und Ungarn weigern sich trotz bestehender EU-Regeln, Flüchtlinge von Deutschland zurückzunehmen. Im vergangenen Jahr habe Athen sich nur in rund 80 von mehr als 2300 Fällen für die Rücknahme als zuständig erklärt, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Zurückgenommen worden sei jedoch kein einziger Flüchtling, heißt es. Nach den Dublin-Regeln der EU muss dasjenige Land ein Asylverfahren übernehmen, in dem ein Flüchtling zuerst EU-Boden betreten hat. Ungarn lehnt das mittlerweile ganz ab. Seit Mai 2017 nahm Budapest dem Bericht zufolge keinen Flüchtling wieder zurück, obwohl die Bundesregierung über 3300 Übernahmeersuchen stellte.

 

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