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Nachrichten

01.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem Ende der Amtszeit von Papst Benedikt XVI. bestimmt nun die Suche nach einem Nachfolger das Geschehen im Vatikan. Die Kardinäle der katholischen Kirche sollen an diesem Freitag offiziell aufgefordert werden, sich in Rom zu versammeln. Wann genau das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes beginnt, ist aber noch offen. An der Versammlung werden nach Angaben des Vatikans voraussichtlich 115 Kardinäle teilnehmen. Das knapp achtjährige Pontifikat Benedikts war - wie von ihm selbst bestimmt - am Donnerstagabend um 20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu Ende gegangen. Der 85-Jährige ist der erste Papst der Neuzeit, der von seinem Amt zurücktrat. Zur Begründung hatte er vor gut zwei Wochen auf seine angeschlagene Gesundheit verwiesen. Nach einem Aufenthalt in der Residenz Castel Gandolfo südlich von Rom will Benedikt seinen Lebensabend zurückgezogen im Vatikan verbringen.

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Im Konflikt um den US-Haushalt will sich Präsident Barack Obama an diesem Freitag darum bemühen, in letzter Minute doch noch milliardenschwere Kürzungen der Staatsausgaben abzuwenden. Obama empfängt unter anderen den republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, John Boehner, im Weißen Haus. Sollten Republikaner und Obamas Demokraten keinen Kompromiss finden, muss der Präsident bis Mitternacht ein drakonisches Spargesetz vom Sommer 2011 umsetzen. Alleine im aktuellen Haushaltsjahr, das im September endet, müssten 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) quer durch die Ressorts eingespart werden. Die Einschnitte könnten die US-Konjunktur weiter schwächen und Hunderttausende Jobs kosten.

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In der Affäre um die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten im Internet hat der wegen Geheimnisverrats angeklagte US-Soldat Bradley Manning die Weitergabe von Informationen an die Enthüllungsplattform Wikileaks zugegeben. Er habe damit eine "öffentliche Debatte" über die US-Außenpolitik und die Kriege im Irak und in Afghanistan lostreten wollen, sagte der 25-Jährige bei einer Anhörung vor dem Militärgericht in Fort Meade im Bundesstaat Maryland. Zugleich beteuerte Manning, er habe den USA nicht schaden wollen. Zuvor hatte er sich in zehn von 22 Anklagepunkten für schuldig bekannt. Die besonders schweren Vorwürfe der Spionage und der sogenannten "Unterstützung des Feindes", die ihm eine lebenslange Haftstrafe einbringen könnten, streitet Manning allerdings ab.

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Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas entsendet doppelt so viele Soldaten wie ursprünglich geplant in den Kampf gegen die Islamisten in Mali. Darauf verständigten sich die 15 Mitgliedsländer in der ivorischen Hauptstadt Yamoussoukro. Die afrikanisch geführte Militärmission Afisma soll von 3700 auf 8000 Soldaten aufgestockt werden, wie zum Abschluss des zweitägigen Ecowas-Gipfels bekannt wurde. Französische Soldaten sollen mindestens noch bis Juli in Mali bleiben, wie es aus Regierungskreisen in Paris heißt. Der Kampf gegen die Islamisten im Norden des Landes gestaltete sich zuletzt schwieriger als gedacht. - Der Deutsche Bundestag hatte am Donnerstag der Entsendung von bis zu 330 Bundeswehr-Soldaten nach Mali zugestimmt. Sie sollten dort einheimische Sicherheitskräfte ausbilden sowie logistische Unterstützung bei der Betankung französischer Kampfflugzeuge und beim Truppentransport leisten.

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Kinder in Deutschland sollen ihre Rechte schon bald bei den Vereinten Nationen einklagen können, wenn der nationale Rechtsweg ausgeschöpft ist. Mit der Unterzeichnung des dritten Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention erkenne Deutschland dieses neue Menschenrechtsabkommen verbindlich an, teilte das Bundesfamilienministerium mit. Mit der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am UN-Sitz in New York nehme Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Stärkung der Kinderrechte ein, erklärte Familienministerin Kristina Schröder. Deutschland ist nach ihren Angaben der dritte Staat weltweit und der erste in Europa, der das Abkommen verbindlich anerkannt hat. Es war vor allem für Kinder ausgearbeitet worden, die vor den Gerichten ihrer Heimatländer kein Gehör finden oder wenn dort kein funktionierendes Justizsystem existiert. Das Regelwerk tritt in Kraft, wenn es zehn Staaten ratifiziert haben.

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