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Nachrichten

01.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Verteidigungsminister zu Guttenberg legt nach Informationen der "Bild"-Zeitung sein Amt noch an diesem Dienstag nieder. Ein entsprechendes Rücktrittsgesuch habe er bereits bei Bundeskanzlerin Merkel eingereicht. Auch das Bundespräsidialamt sei über Guttenbergs geplanten Schritt schon informiert worden. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht zunächst nicht, kündigte aber ein bald folgendes Statement des Ministers an. Mit einem Rücktritt würde der CSU-Politiker die Konsequenzen aus der Affäre um seine Doktorarbeit an der Universität Bayreuth ziehen. Guttenberg hatte Teile seiner Doktorarbeit nachweislich kopiert, deren Herkunft aber nicht angegeben. Dies hatte in den vergangenen Wochen für immer massivere Kritik aus Politik und Wissenschaft geführt.

NÜRNBERG: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar leicht zurückgegangen. Die Erwerbslosenzahl sank im Vergleich zum Januar um 33.000 auf 3,32 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Gegenüber 2010 wurden 326.000 Arbeitslose weniger registriert, die Quote sank auf 7,9 Prozent. Agentur-Chef Weise sagte, der Konjunkturaufschwung habe auch zu einem deutlichen Zuwachs von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen geführt. - Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem Februar war in den vergangenen Jahren die Ausnahme. In diesem Jahr blieben Schnee und Eis vielerorts aber die Ausnahme.

WASHINGTON: Die USA setzen den libyschen Machthaber Gaddafi wegen des brutalen Vorgehens seines Regimes gegen die Opposition immer stärker unter Druck. Ein Regierungssprecher in Washington teilte mit, amerikanische Kriegsschiffe im Mittelmeer seien näher an die libysche Küste verlegt worden. Dies sei vor allem mit Blick auf mögliche Hilfen für die notleidende Zivilbevölkerung geschehen. US-Außenministerin Clinton versicherte, ein Militärschlag stehe aber nicht bevor. Im Rahmen ihrer Sanktionen gegen Libyen froren die USA 30 Milliarden Dollar Regierungsvermögen des nordafrikanischen Landes ein. --- Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Rice, warf Gaddafi Realitätsverlust und Größenwahnsinn vor. Dieser gebe lachend Interviews, während er sein Volk "abschlachte".

NEW YORK: Die Vereinten Nationen untersuchen Vorwürfe, wonach Weißrussland trotz UN-Waffenembargos drei Kampfhubschrauber in die Elfenbeinküste geliefert hat. Generalsekretär Ban ließ erklären, mit den Hubschraubern und anderem Rüstungsmaterial würden die Streitkräfte des abgewählten Präsidenten Gbagbo versorgt, der sich auch Monate nach seiner Wahlniederlage noch mit Gewalt im Amt hält. Die Experten der UN und ein Offizier der UN-Friedenstruppe seien bei ihren Inspektionen auf dem Flughafen von Yamoussoukro von Gbagbo-Anhängern beschossen worden, berichtete ein Sprecher Bans in New York.

BERLIN: Die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zur Integration von Landsleuten in Deutschland sorgen weiter für Debatten. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Böhmer, wies Erdogans Forderung zurück, Kinder aus türkischen Familien sollten zunächst ihre Muttersprache lernen und dann erst Deutsch. Die Sprache des Landes, in dem man auf Dauer bleibe, müsse Vorrang haben, sagte die CDU-Politikerin. Dagegen erklärte ihr Parteifreund Polenz, er könne an den Äußerungen des islamisch-konservativen Politikers nichts Kritikwürdiges erkennen. Erdogan habe ja auch an seine in der Bundesrepublik lebenden Landsleute appelliert, auf Bildung und Karriere zu setzen, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag.

WASHINGTON: Die USA haben bei China weitaus mehr Schulden als bislang angenommen. Die Volksrepublik halte US-Anleihen im Wert von 1,16 Billionen Dollar, gab das amerikanische Finanzministerium bekannt. Das ist gut ein Drittel mehr als noch Mitte Februar veranschlagt. Das Ministerium korrigierte seine Zahlen, weil es nun auch Anleihen berücksichtigte, die China außerhalb der USA kaufte. Dies war insbesondere in Großbritannien der Fall.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Auflösung von zähem Nebel überwiegend sonnig, nur im Nordwesten und im Süden wolkiger. Die Höchstwerte reichen von null Grad an der Ostsee bis zu elf Grad am Oberrhein.

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