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Nachrichten

01.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Ungeachtet internationaler Appelle hält Russland an seinem Widerstand gegen eine Syrien-Resolution des Weltsicherheitsrats fest, die einen Rücktritt von Staatschef Baschar al-Assad fordert. Die Vereinten Nationen dürften sich nicht in einen "internen" Konflikt einmischen, erklärte der russische Botschafter Witali Tschurkin bei einer Sondersitzung des wichtigsten UN-Gremiums in New York. Auch Sanktionen seien nicht das geeignete Mittel, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, so Tschurkin. Ohne Russland namentlich zu erwähnen, kritisierte US-Außenministerin Hillary Clinton die erzwungene Tatenlosigkeit der Vereinten Nationen. Wer sich gegen eine Resolution stemme, mache sich zum "Komplizen der anhaltenden Gewalt", betonte Clinton.

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Im Namen der Arabischen Liga forderte Katars Regierungschef Hamed ben Dschassem al-Thani den Sicherheitsrat auf, die "Tötungsmaschinerie" Assads zu stoppen. Die Liga hatte erst kürzlich eine Beobachtermission in Syrien wegen mangelnden Erfolgs abgebrochen. Nach jüngsten UN-Schätzungen kamen bei dem Aufstand gegen Assad seit März 2011 schon mehr als 5400 Menschen ums Leben.

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Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat Mitt Romney einen wichtigen Erfolg errungen. Bei der Vorwahl im bevölkerungsreichen Bundesstaat Florida konnte sich der ehemalige Gouverneur von Massachusetts klar gegen seinen parteiinternen Konkurrenten Newt Gingrich durchsetzen. Nach Auszählung aller Stimmen erhielt Romney 46 Prozent. Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses Gingrich kam dagegen nur auf 32 Prozent. Als Sieger in Florida erhält Romney die Stimmen aller Delegierten des Staates beim Nominierungsparteitag der Republikaner im August. Dann wird endgültig entschieden, wer bei der Präsidentenwahl im November gegen Barack Obama antreten wird. Noch im Februar müssen sich die republikanischen Bewerber sieben weiteren Vorwahlen stellen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel will bei ihrem bevorstehenden Besuch in China auch das Thema Menschenrechte und den Umgang mit Dissidenten ansprechen. Sie wolle ihren Gesprächspartnern in Peking ihre Sichtweise "in der gebotenen Höflichkeit und Klarheit" darlegen, sagte die Kanzlerin der Tageszeitung "Die Welt". Im Mittelpunkt ihrer viertägigen China-Reise, zu der Merkel an diesem Mittwoch aufbrechen wird, sollen allerdings wirtschaftliche Fragen stehen. Geplant sind auch Treffen mit Regierungschef Wen Jiabao und Staatspräsident Hu Jintao. - Es ist bereits der fünfte Besuch der Kanzlerin in der Volksrepublik seit ihrem Amtsantritt 2005.

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Zum Abschluss seiner fünftägigen Nahost-Reise kommt Bundesaußenminister Guido Westerwelle mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammen. Westerwelle will an diesem Mittwoch in Ramallah und Jerusalem versuchen, Möglichkeiten für eine Wiederbelebung des Friedensprozesses auszuloten. Offizielle Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern liegen bereits seit September 2010 auf Eis. - Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman wies Deutschland eine wichtige Rolle im Friedensprozess zu. Die Position der Bundesrepublik sei entscheidend für die Zukunft der Nahost-Region, sagte Lieberman bei einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen am Dienstagabend in Tel Aviv.

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Eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat ihren dreitägigen Besuch im Iran beendet, ohne dass neue Erkenntnisse über das umstrittene iranische Atomprogramm bekannt wurden. Die Gespräche hätten in einer "positiven und konstruktiven Atmosphäre" stattgefunden, berichteten iranische Medien. Wie es heißt, vereinbarten beide Seiten eine Fortsetzung des Dialogs. Eine Nuklearanlage konnten die IAEA-Experten um den belgischen Chefinspekteur Herman Nackaert offenbar nicht besichtigen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung der Kernenergie nach Atomwaffen zu streben. Die Führung in Teheran bestreitet das.

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Im Jemen sind mehrere Mitarbeiter der Vereinten Nationen verschleppt worden, darunter ein Deutscher. Die Kidnapper aus der Provinz Al Mahwit fordern die Freilassung von Stammesmitgliedern aus dem Gefängnis, wie die staatliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Ein UN-Vertreter im Jemen bestätigte die Entführung. Nach seinen Angaben waren die Verschleppten für das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) tätig. - Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin teilte mit, das Krisenreaktionszentrum und die deutsche Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa seien eingeschaltet und bemühten sich um Aufklärung.

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