1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

01.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Mit spektakulären Feiern und Feuerwerken haben die Menschen in vielen Teilen der Welt das neue Jahr 2012 begrüßt. In den vergangenen Stunden wurde der Jahreswechsel auch auf dem amerikanischen Kontinent gefeiert. Auf den New Yorker Times Square senkte sich unter dem Jubel hunderttausender Menschen eine mit rund 30.000 Lichtern bestückte tonnenschwere Kristallkugel, die auf Knopfdruck von US-Sängerin Lady Gaga von einem Gebäude auf dem weltberühmten Platz herabgelassen wurde. In Brasilien läuteten rund zwei Millionen Menschen bei den Silvesterfeiern an der Copacabana in Rio de Janeiro das neue Jahr ein. Die größte Party in Deutschland fand wieder am Brandenburger Tor in Berlin statt. Dort kamen mehr als eine Million Menschen zu einem großen Feuerwerk und musikalischen Darbietungen, unter anderem mit den Scorpions, Udo Jürgens und Kim Wilde, zusammen. Große Feiern gab es auch in Paris und London. Lange vor Amerika und Europa hatten bereits Millionen Menschen auf den Pazifikinseln sowie in Australien und Asien das neue Jahr willkommen geheißen.

***

Dänemark hat zum Jahreswechsel turnusgemäß die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernommen. Zur Hauptaufgabe in den kommenden sechs Monaten hat Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt die Euro-Rettung erklärt. Ihr Land werde sich darum bemühen, Brücken zu bauen zwischen den 17 Euro-Ländern und der gesamten EU, kündigte die erst seit kurzem amtierende Regierungschefin an. Dänemark ist selbst nicht Mitglied der Euro-Zone. Der Beitritt war in zwei Volksabstimmungen abgelehnt worden. Neben der Euro-Krise will sich Kopenhagen unter anderem um die Förderung der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Grenzkontrollen kümmern. Im vergangenen halben Jahr hatte Polen die EU-Ratspräsidentschaft inne.

***

Der Osten Japans ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,0 lag vor der Küste, knapp 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Tokio. Berichte über Verletzte oder Schäden liegen noch nicht vor. In Tokio schwankten nach Angaben des meteorologischen Dienstes zahlreiche Gebäude. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Im März 2011 hatte ein schweres Beben in Japan einen Tsunami ausgelöst. Damals starben mehr als 15.000 Menschen. In der Folge kam es auch zur Reaktor-Katastrophe von Fukushima.

***

In Nordkorea sollen die Menschen nach der Ernennung von Kim Jong Un zum neuen Oberbefehlshaber der Armee dem Sohn und Nachfolger von Ex-Diktator Kim Jong Il absolute Gefolgschaft leisten. Partei, Armee und das gesamte Volk sollten den knapp 30-Jährigen "bis zum Tod" verteidigen, schreiben die wichtigsten Zeitungen des kommunistischen Landes in einem gemeinsamen Leitartikel zu Neujahr. Darin heißt es weiter, 2012 solle eine Ära des Wohlstands für Nordkorea bringen. Zugleich räumt das Land aber weiterhin erhebliche Probleme bei der Ernährung seiner Bevölkerung ein. Das Regime in Pjöngjang bekräftigt zudem, die Politik des vor zwei Wochen verstorbenen Kim Jong Il fortsetzen zu wollen. Hoffnungen auf einen Kurswechsel in dem weitgehend isolierten Land wird damit eine Absage erteilt.

***

Begleitet von deutlicher Kritik hat US-Präsident Barack Obama am Silvestertag das Militärbudget für 2012 unterzeichnet. Der Etat umfasst umgerechnet 509 Milliarden Euro, Präsident Obama hatte knapp 30 Milliarden mehr beantragt. Der Verteidigungsetat schreibt nicht nur die Ausgaben für das Militär fest, es werden den Streitkräften durch Zusatzparagraphen auch mehr Rechte gegen Terrorverdächtige eingeräumt. So soll es grünes Licht für eine unbegrenzte Haftzeit von Terrorverdächtigen auch ohne Prozess geben, wogegen sich Obama gesträubt hatte.

***

Bei neuen Unruhen in Nigeria sind mindestens 50 Menschen getötet worden. Im östlichen Bundesstaat Ebonyi sei es zu Kämpfen zwischen den rivalisierenden Volksgruppen Ezza und Ezilo gekommen, teilte die Regierung mit. In dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas kommt es wiederholt zu Auseinandersetzungen von Volksgruppen. Zuletzt machten Nigeria aber auch verstärkt islamistische Anschläge auf Christen zu schaffen. Nach einer Anschlagsserie an Weihnachten mit mehr als 40 Toten verhängte Präsident Goodluck Jonathan über Teile des Landes den Notstand. Der Terrorismus sei ein Krieg gegen alle Nigerianer, warnte Jonathan.

***

Entwicklungsminister Dirk Niebel rückt davon ab, die Abschaffung seines eigenen Ministeriums zu fordern. Das machte der FDP-Politiker in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur deutlich. Die FDP hatte die Eingliederung des Entwicklungs-Ressorts in das Auswärtige Amt verlangt, bevor sie 2009 in die schwarz-gelbe Regierung kam und beide Ministerien übernahm. Niebel erklärte jetzt, durch die Übernahme beider Ressorts durch die Liberalen sei eine Abschaffung "gar nicht nötig", die Beschlusslage seiner Partei in diesem Punkt sei überholt. Die FDP habe ohnehin nie die Abschaffung der Entwicklungszusammenarbeit gefordert, sondern lediglich die Art und Weise kritisiert, wie sie in der Vergangenheit betrieben wurde.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt und trüb, vor allem im Norden und Westen zeitweise Regen. Richtung Süden und Osten auch längere trockene Abschnitte. Tagestemperaturen zwischen sechs Grad im östlichen Bayern und 14 Grad im Rheinland. Die weiteren Aussichten: Am Montag erneut viele Wolken und immer wieder Regen bei weiterhin sehr milden Temperaturen.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema