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Fußball

Überzeugender WM-Test

Vorletzter WM-Test vor der Frauen-Fußball-WM im eigenen Land - und den hat die DFB-Elf souverän bestanden. Mit 5:0 setzten sich die Weltmeisterinnen gegen die Niederlande durch.

Kim Kulig bejubelt ihren Treffer zum 4:0 (Foto: dapd)

Torschützin Kulig

Souverän, spielstark, siegessicher: Die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hat knapp drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft im eigenen Land Werbung in eigener Sache betrieben. Mit 5:0 (2:0) setzte sich das Team von Bundestrainerin Silvia Neid in einem Test-Länderspiel in Aachen gegen die Niederlande durch. "Wir sind genau da, wo wir zu diesem Zeitpunkt sein wollten", sagte Neid. "Es fehlt noch die letzte Präzision, wir sind nach fünf Lehrgängen im Kopf etwas müde - aber wenn wir am 26. Juni in Berlin in die WM starten, werden wir sehr hungrig sein."

Junge Spielerinnen überzeugen

Torfrau Loes Geurts kann den Schuss der Deutschen Laudehr (nicht im Bild) nicht halten (Foto: dpa)

Unhaltbar: Torfrau Loes Geurts kann das 2:0 durch Simone Laudehr nicht verhindern

In der Offensive probierte Neid eine neue Formation aus. Im linken Mittelfeld gab die Bundestrainerin Lira Bajramaj erstmals in der WM-Vorbereitung den Vorzug vor Melanie Behringer. Celia Okoyino da Mbabi durfte anstelle von Inka Grings im Sturm beginnen. Auf der rechten Abwehrseite vertrat außerdem Bianca Schmidt die verletzte Linda Bresonik (Achillessehnenreizung). Okoyino da Mbabi knüpfte vor über 11.000 Zuschauern auf dem neuen Aachener Tivoli nahtlos an ihre starken Auftritte gegen Nordkorea (2:0) und Italien (5:0) an, bei denen die 22-Jährige jeweils als Joker ein Tor erzielt hatte. Nach Vorarbeit von Sturmpartnerin Birgit Prinz ließ sie der niederländischen Torfrau Loes Geurts mit einem Rechtsschuss im Fallen keine Chance (15.).

Die verdiente frühe Führung gab der gewohnt offensiv ausgerichteten Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Sicherheit gegen die Niederländerinnen, immerhin die Nummer 14 der FIFA-Weltrangliste. Vor der Pause traf auch noch Simone Laudehr (43.), so dass das deutsche Team mit einer 2:0-Führung in die in Halbzeit ging.

Der Gegner, den der DFB als Mix aus den beiden WM-Vorrundenrivalen Kanada und Frankreich ausgewählt hatte, präsentierte sich allerdings auch weniger angriffslustig als erwartet, so dass die Weltmeisterinnen ihr Offensivspiel aufziehen konnten, dabei aber noch Defizite bei der Präzision im letzten Pass offenbarten. Die DFB-Abwehr blieb überwiegend beschäftigungslos. Torfrau Nadine Angerer wurde einzig von Manon Melis (41.) geprüft, die die Innenverteidigerin Annike Krahn zuvor nicht unter Kontrolle bekommen hatte. Im Gegenzug unterstrich dann Mittelfeld-Motor Simone Laudehr mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel, dass sie aus der deutschen Startformation nicht wegzudenken ist.

Neid zufrieden mit ihrem Team

Bundestrainerin Sylvia Neid (Foto: dpa)

Eine zufriedene Bundestrainerin

Nach dem Seitenwechsel musste Bajramaj, die keine Akzente setzen konnte, auf die Bank. Neid sorgte mit der Einwechslung von Grings, Behringer und Alexandra Popp für frischen Wind. In der Defensive kam Lena Goeßling für die zeitweise unkonzentriert wirkende Annike Krahn zum Zug. "Es ist optimal, dass wir so viele flexible Spielerinnen haben", meinte Neid nach dem Spiel. "Damit sind wir unberechenbar", erklärte Stürmerin Alexandra Popp. Die mit 20 Jahren jüngste Spielerin, die in ihrem Verein links hinten spielt, erzielte das dritte Tor in der 71. Minute. Kim Kulig (75.) und Inka Grings (87.) erhöhten am Ende der Partie sogar noch auf 5:0.

Nun hat das deutsche Team vier Tage Pause. Ab Sonntag (12.06.2011) steht dann der letzte Lehrgang in Neu-Isenburg mit der WM-Generalprobe gegen Norwegen (16.06.2011) in Mainz an.

Autorin: Sarah Faupel
Redaktion: Andreas Sten-Ziemons

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