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Kultur

Überreste von bisher unbekannter Pyramide in Ägypten entdeckt

Sie sind eindrucksvolle Zeugnisse der antiken ägyptischen Hochkultur. In Ägypten entdecken Archäologen noch heute Pyramiden. Nun wirft der neueste Fund einige Fragen auf.

Ägypten Neue Funde in Dahschur Knickpyramide (Getty Images/AFP/P. Baz)

Ganz in der Nähe der so genannten Knickpyramide wurden die neuen Überreste gefunden.

3700 Jahre ist sie alt und könnte die Grabstätte einer ägyptischen Königin oder Königsmutter sein. Archäologen entdeckten die Überreste der Pyramide bei Ausgrabungen 30 Kilometer südlich von Kairo. Die bislang entdeckten Teile seien "in einem sehr guten Zustand", wie das Antikenministerium Ägyptens am Montag mitteilte. Die Ausgrabungen seien jedoch noch in einem "frühen Stadium".

Demnach ist die exakte Größe der Pyramide noch nicht bestimmbar. Sie wurde nahe der berühmten Knickpyramide gefunden. Sie ist die südlichere der beiden großen Pyramiden in Dahschur, die um 2650 v. Chr. unter dem König Snofru erbaut worden war. Snofru war der Vater von Cheops, dem Namensgeber der höchsten Pyramide Ägyptens, die auf ein Alter von etwa 4500 Jahren geschätzt wird.

Zahi Hawass, Archäologoe und ehemaliger Leiter des Antikenministeriums, vermutet, dass das neu entdeckte Monument zu "einer Königin, die in der Nähe ihres Mannes oder Sohnes bestattet wurde" gehört. Die Archäologen in Ägypten arbeiten seit 2015 mit neuen Technologien bei den Ausgrabungen; so wurden die geheimen Grabkammern in den Pyramiden von Gizeh und Dahschur durch Infrarottechnik entdeckt.

Zu den ersten Funden der neu entdeckten Pyramide gehört neben Steinblöcken und einem Stein-Korridor auch ein Alabasterstein mit Hieroglyphen. Hawass, der 123 Pyramiden auf ägyptischem Boden zählt, verspricht sich viel von dem Fund: "Die Hoffnung ist, nun eine Inschrift zu finden, die konkrete Hinweise auf die Identität des Pyramidenbauers gibt. Dabei könnte man auch auf den Namen einer bisher unbekannten Königin stoßen."

jhi/sw (afp)

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