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Wirtschaft

Übernahme-Angebote für Swiss Air?

Sowohl die Lufthansa als auch British Airways (BA) haben einem Medienbericht zufolge Angebote für einen Einstieg bei der finanziell schwer angeschlagenen Schweizer Fluglinie Swiss unterbreitet. Die Swiss, deren Liquidität nur noch bis Jahresende sicher gestellt ist, will bis Ende des Monats über eine Überlebensstrategie entscheiden. Die Lufthansa wolle die defizitäre Swiss komplett übernehmen, während Europas größte Fluggesellschaft BA lediglich am Kauf eines größeren Anteils interessiert sei, berichtete die Schweizer Sonntags-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Der Fluggesellschaft Swiss stehen in ihrem Überlebenskampf entscheidende Tage bevor. Bis Ende August soll feststehen, ob die Airline der Allianz OneWorld beitritt, mit der Lufthansa zusammengeht oder weiter den Alleingang wagt, wie Swiss-Verwaltungsrat Walter Bosch am Wochenende sagte. Das Gremium trifft sich am Montag (18.8.2003) erneut zu einer Sitzung. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass sich der Vorstand der Fluglinie schon bei seinem nächsten Treffen auf eine bestimmte Strategie festlegen wird.

Dennoch betont Verwaltungsratsmitglied Walter Bosch, dass es wichtig sei, "nicht mehr allzu viel Zeit zu verlieren." Man sei immer noch daran, mit allen möglichen Partnern Gespräche zu führen. Bosch hält nach wie vor auch einen Alleingang nicht für ausgeschlossen. Den Zustand der Swiss bezeichnete er als "den Umständen entsprechend gut". Die Liquidität sei zurzeit kein Problem. wenn nichts Vergleichbares wie der 11. September oder wie SARS passiere, reiche das Geld noch bis weit ins nächste Jahr. Die Swiss verliere zwar im Moment immer noch Geld, es sei aber alles unter Kontrolle. Viele Analysten hingegen glauben, nur ein Zusammenschluss könne das Überleben der Fluggesellschaft sichern. Am kommenden Dienstag werden die Halbjahreszahlen der Swiss erwartet.