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Aktuell Afrika

Übergangspräsident in Burkina Faso ernannt

Gut zwei Wochen nach dem Sturz von Langzeitpräsident Compaore ist der Diplomat Michel Kafando zum Übergangspräsident von Burkina Faso bestimmt worden. Bei der kommenden Wahl darf er aber nicht antreten.

Wie ein Vertreter des Wahlkomitees mitteilte, soll der 72 Jahre alte Diplomat Michel Kafando das westafrikanische Land führen, bis im November kommenden Jahres umfassende Wahlen stattfinden. Er soll zudem einen Regierungschef auswählen und ein Kabinett ernennen. Er selbst darf bei der geplanten Präsidentwahl aber nicht kandidieren.

Armee und Opposition nehmen Übergangscharta an

(Foto: Getty)

Oppositionschef Zephirin Diabre (l.) und Militärmachthaber Zida (M.) bei der Unterzeichnung

Kafando hat in Frankreich studiert und war jahrelang Botschafter der Landes. Er war von einem Komitee ernannt worden, in dem Vertreter aus Armee, Gesellschaft, Religion und der Opposition saßen. Sie hatten am Sonntag in der Hauptstadt Ouagadougou eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll.

Der bisherige Präsident, Blaise Compaore, war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten gegen seine 27-jährige Herrschaft zurückgetreten. Anschließend übernahm der frühere Vizechef der Präsidentengarde, Isaac Zida, die Macht. Unter internationalem Druck stimmte er aber zu, einem zivilen Staatschef Platz zu machen.

uh/sti (dpa,afp,rtr)

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