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Sport

Über Spanien ins Halbfinale

Vor dem WM-Viertelfinale gegen Spanien ist der Optimismus bei den deutschen Handballern groß. Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger glaubt an einen Sieg gegen den Gastgeber und das nicht ohne Grund.

Bundestrainer Martin Heuberger (l.) spricht zu seinen Spielern auf der Bank (Foto: dpa)

Bundestrainer Martin Heuberger (l.) spricht zu seinen Spielern auf der Bank

Alles oder Nichts, heißt es an diesem Mittwoch (23.01.2013, 19.00 Uhr MEZ) in Saragossa für die deutschen Handballer. Dann steigt das WM-Viertelfinale gegen Spanien. Mit einem Sieg gegen die favorisierten Gastgeber würde die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) erstmals seit dem goldenen Wintermärchen 2007 wieder in ein WM-Halbfinale einziehen. Bei einer Niederlage endet das Turnier am Donnerstag mit dem Heimflug. Aber daran mag kein deutscher Nationalspieler glauben.

Macht es noch einmal wie vor sechs Jahren, möchte man sagen. Damals gab es das letzte große Duell mit dem WM-Dritten von 2011. Im Viertelfinale der Heim-WM traf das deutsche Team ebenfalls auf Spanien, gewann in einem wahren Handball-Krimi mit 27:25 und holte am Ende den Titel. Die Weltmeister in den Reihen der heutigen Mannschaft Oliver Roggisch, Dominik Klein, Michael Haaß und Carsten Lichtlein haben noch beste Erinnerungen daran.

Ruhe bewahren

Kapitän Roggisch freut sich auf ein "geiles" Spiel. "Wir haben nichts zu verlieren, und ich glaube, dass liegt dieser Mannschaft. Wenn wir ein gutes Spiel machen und verlieren, dann wird uns keiner böse sein. Gewinnen wir, sind wir die Helden – was gibt es denn Schöneres?", sagte der Abwehrchef. Von der Atmosphäre im knapp 11.000 Zuschauer fassenden Pabellon Principe Felipe in Saragossa konnten sich die deutschen Spieler bereits einen Eindruck verschaffen. Das eindrucksvolle 31:20 der Spanier im Achtelfinale gegen den Vize-Europameister Serbien verfolgten Roggisch und Co. auf der Tribüne.

Oliver Roggisch (l.) beim Torwurf in der WM-Partie gegen Mazedonien (Foto: Getty Images)

Kampfstark und siegessicher: Kapitän und Abwehrchef Oliver Roggisch (l.) beim Torwurf gegen Mazedonien

"Gegen Spanien in Spanien in einer ausverkauften Halle, das ist sensationell. Da freuen wir uns tierisch drauf", meinte Roggisch und richtete zugleich eine Kampfansage an den WM-Gastgeber: " Wir müssen einfach kühlen Kopf bewahren und dürfen uns nicht vom Publikum beeindrucken lassen. Wir müssen unser Ding durchziehen und dann bin ich mal gespannt, ob Spanien uns schlagen kann." Auch Bundestrainer Martin Heuberger ist nicht bange vor dem Spiel. "Das ist eine Hexenkessel-Atmosphäre. Ich glaube aber, dass dies keine Rolle spielt für unsere Mannschaft. Im Gegenteil, das wird sie zusätzlich motivieren, auch gegen die Kulisse zu bestehen", sagte er.

Selbstvertrauen erarbeitet

Ihr neues Selbstbewusstsein zieht die DHB-Auswahl aus dem bisherigen Turnierverlauf. Nach einem durchwachsenen Start steigerte sich das Team mit jedem Auftritt, bezwang im letzten Vorrundenspiel Titelverteidiger Frankreich sensationell mit 32:30 und siegte im Achtelfinale gegen den EM-Fünften Mazedonien souverän mit 28:23. "Man weiß inzwischen, dass man gegen jede Abwehr und gegen jeden Angriff der Welt bestehen kann. Das macht ein gutes Gefühl", sagte Spielmacher Michael Haaß.

Und dieses "gute Gefühl" haben sich die deutschen Handballer hart erarbeitet, mit Leidenschaft, Enthusiasmus und vor allem Teamgeist. "Wir wissen, dass wir nicht die überragenden Superstars haben. Aber wir sind halt eine geile Mannschaft", analysierte Torhüter Silvio Heinevetter das bisher Erreichte und brachte die momentane Stimmung im deutschen Lager auf den Punkt. "Wir stehen im Viertelfinale. Ein Sieg und wir sind im Halbfinale, das klingt doch ganz gut?" Und spätestens dann hätte sich der abgestürzte Weltmeister von 2007 zurück in die Herzen der deutschen Handballfans gespielt.

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