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Meilensteine

"Über Nacht wurde das Obst reif" - die Währungsreform von 1948 in Berichterstattung und Erinnerung

"Glückliche Hersteller, glückliche Kunden, glückliche Menschen in der Kaufhalle und im Kaufhof" - ein Zeitzeuge erinnert sich an den Tag der Währungsreform

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Ein Lebensmittelladen in Berlin-Kreuzberg wirbt nach der Währungsreform 1948 mit dem Spruch "Freie Ware - Hier wird nicht mehr geflüstert"

Die Währungsreform vom 20. Juni 1948 in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands beendete die unter anderem durch Rüstungs- und Kriegsfinanzierung entstandene Inflation und verkleinerte die Reichsschuld auf ein finanzierbares Maß. Doch der Weg bis dahin war alles andere als einfach.

Währungsreform 1948 - Geldhandel

Geldhandel ist nach der Währungsreform vom Juni 1948 das neue Schwarzmarkgeschäft, wie hier in Berlin. 1948 betrug der Umtauschkurs von Ostmark in Westmark 1:5.

Alarmstimmung

„Der Spiegel“ beschrieb in seiner Ausgabe vom 19. Juni 1948 die Lage in den Besatzungszonen einen Tag vor der Währungsreform mit folgenden Worten: „In der Öffentlichkeit herrschte Alarmstimmung wie in den Tagen des Zusammenbruchs. Auch die Kapitulation der Reichsmark ist für den größeren Teil der Bevölkerung eine Befreiung, für die schwarzhandelnde Nachkriegselite das Ende der gelobten fetten Jahre.“ Dabei löste die Deutsche Mark die Reichsmark im Verhältnis 1:1 ab. Neben zahlreichen Sonderregelungen erhielt jeder Bürger ein „Kopfgeld“ von 40 DM, dazu später noch 20 DM, was gemeinsam mit dem Übergang zur Marktwirtschaft zum so genannten Wirtschaftswunder beitrug. Denn der hohen Nachfrage stand ein großes Angebot gehorteter Güter gegenüber, wie die Zeitzeugen in diesem Feature von 1997 berichten. Ergänzt wird es um amtliche Bekanntmachungen zur Währungsreform – die, begrenzt auf die Westzonen, allerdings auch einen Schritt zur Teilung Deutschlands bedeutete.

Michelle Kottemann / Andreas Zemke

Redaktion: Diana Redlich

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