Über eine Milliarde Nutzerkonten von Yahoo gehackt | Aktuell Amerika | DW | 15.12.2016
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Datenschutz im Internet

Über eine Milliarde Nutzerkonten von Yahoo gehackt

Schon wieder eine Datenpleite bei Yahoo. Der US-Internetkonzern teilte mit, dass Hacker sich Zugang zu mehr als einer Milliarde Nutzerkonten verschafft hätten. Der Schaden ist noch größer als beim vorherigen Einbruch.

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Neuer Datenklau bei Yahoo

Der Internetpionier mit Sitz in Sunnyvale in Kalifornien erklärte, unbekannte Hacker hätten wahrscheinlich im August 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Konten gestohlen. Die Cyberattacke sei von einer "nicht autorisierten dritten Partei" geführt worden. Yahoo geht nach eigenen Angaben davon aus, dass es sich dabei um einen anderen Vorfall als den Hackerangriff von 2014 handelt, bei dem rund 500 Millionen Konten betroffen waren. Einen so großen Datenklau hat es bislang noch nie gegeben. Yahoo rief seine Kunden auf, ihre Passwörter und Sicherheitsfragen zu ändern.

Diese erste Cyberattacke hatte Yahoo im September bekannt gemacht. In beiden Fällen wurden offenbar persönliche Daten wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und verschlüsselte Passwörter abgegriffen. Jedoch seien keine Bank- oder Kreditkartendaten betroffen gewesen. Der im September bekannt geworden Cyberangriff sei möglicherweise "staatlich organisiert" worden. Es gebe keine hinweise darauf, dass die damaligen "Hacker mit staatlichem Hintergrund" jetzt noch in den Systemen des Konzerns drin seien.

Der neuerliche umfangreiche Diebstahl von Kundendaten könnte die geplante Übernahme Yahoos durch den Telekommunikationsriesen Verizon gefährden. Die Führung von Verizon teilte mit, zunächst die Auswirkungen des Vorfalls untersuchen zu wollen, bevor eine endgültige Entscheidung über die Übernahme gefällt werden sollte.

Verizon will für 4,8 Milliarden Dollar das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo kaufen, der wie der Mitbewerber AOL vom Star zum Verlierer der Branche abstieg. Der größte US-Mobilfunkanbieter hatte AOL im Juli vorigen Jahres für 4,4 Milliarden Dollar übernommen, um das Geschäft mit Videos auf Mobilfunkgeräten und mit Online-Werbung zu stärken.

kle/ml (afp, ap, rtre)

 

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