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Unsere Experten

Über das Thema "Zecken und gefährliche Folgeerkrankungen“ sprechen wir mit Prof. Matthias Niedrig

Der Experte für Zeckenerkrankungen am Robert-Koch-Institut spricht mit uns darüber, wie man Zeckenbisse und die Infektion mit ihren gefährlichen Krankheitserregern vermeiden kann.

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Unser Experte im Studio: Prof. Matthias Niedrig

Zecken - sie saugen unser Blut und sind oft mit Bakterien infiziert, die beim Menschen gefährliche Krankheiten auslösen können - Borreliose ist eine davon. Borreliose ist weltweit verbreitet. Typische Symptome nach einem Zeckenbiss: Muskelschmerzen, Atemprobleme, Müdigkeit, aber auch Depressionen, Koordinationsprobleme oder kognitive Einschränkungen. Betroffene sind meist nicht mehr leistungsfähig und haben Probleme, ihren Alltag normal zu bewältigen. Ein erster Hinweis auf eine Borreliose-Infektion für Betroffene, aber auch für Ärzte: ein kreisrunder, roter Ausschlag rund um die Einstichstelle. Die so genannte Wanderröte. Dennoch wird die Infektion selbst von Ärzten oft erst sehr spät erkannt. Bei rechtzeitiger Diagnose kann Borreliose mit einer Antibiotika-Therapie vollständig ausheilen. Und eine schnelle Entfernung der Zecke kann eine Infektion von vorne herein verhindern.

Ein Zeckenbiss kann noch eine andere Art von Erkrankung auslösen, die zwar sehr viel seltener auftritt als die Borreliose, dafür aber ungleich viel gefährlicher ist: Hirnhautentzündung nach Zeckenbiss, auch bekannt als Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Diese Krankheit wird durch einen Virus im Speichel von Zecken übertragen. Von diesem Virus gibt es drei Formen: eine fernöstliche, eine sibirische und eine westeuropäische. Alle drei Virusvarianten führen zu einer Erkrankung, die zwar mild beginnt, aber - in einigen Fällen - sogar tödlich enden kann. Ein Medikament, das den Erreger direkt bekämpft gibt es noch nicht. Um sich wirksam zu schützen, gibt es nur ein Mittel: Die Impfung. Wer plant, sich in FSME-Risikogebieten aufzuhalten, sollte sich im Vorfeld genau informieren und gegebenenfalls impfen lassen. Informationen und Karten zu Risikogebieten gibt es in der Regel bei den nationalen Zentren für Infektionskrankheiten, in Deutschland das Robert-Koch-Institut.

Die Kontaktdaten des Studiogastes

Prof. Dr. Matthias Niedrig

Leiter des Konsiliarlaboratoriums für FSME

Zentrums für Biologische Sicherheit

Fachgebiet Hochpathogene virale Erreger

Robert Koch Institut

Nordufer 20

13353 Berlin

Telefon 030 – 18754 – 7023

Mail: niedrigm(at)rki.de

Audio und Video zum Thema