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Fußball

Über Argentinien zu neuen Zielen

Kaum ist der Jubel über den WM-Finalsieg gegen Argentinien verklungen, sind die Südamerikaner erneut Gegner der DFB-Elf. Der Weltmeister hat die Weichen neu gestellt und peilt gleich wieder große Ziele an.

Der Rausch des brasilianischen WM-Sommers ist kaum verflogen, der

Finalsieg der DFB-Elf

gegen Argentinien gerade einmal knapp acht Wochen her, da stehen sich die beiden Kontrahenten erneut gegenüber. Diesmal nicht unter den Augen der Fußball-Welt im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro, sondern in einem Testspiel in Düsseldorf (Anpfiff 20.45 Uhr MESZ, im DW-Audio-Livestream ab 20.30 Uhr). "Beim DFB waren natürlich keine Hellseher, dass es zu dieser Konstellation kam, das Spiel war schon länger geplant", gab Bundestrainer Joachim Löw zu.

Zur Vorbereitung auf das EM-Qualifikationspiel gegen Schottland am kommenden Sonntag in Dortmund, haben man einfach nur gegen einen starken Gegner testen wollen, sagte der Coach: "Ich glaube, man kann mit diesem Spiel den Leuten noch so ein bisschen dieses WM-Gefühl und das Sommergefühl zurückgeben, und von daher freuen wir uns auf diese Partie am Mittwoch gegen Argentinien."

Weiter Titelhunger

Doch in der deutschen Nationalmannschaft hat es seit jenem Finaltag am 13. Juli 2014 viele Veränderungen gegeben. Für den Bundestrainer der richtige Zeitpunkt, gleich wieder ein neues, großes Ziel auszugeben: "Das muss heißen: EM-Finale 2016 in Paris!" Fortschritt statt Stillstand, weiterer Titelhunger statt Zufriedenheit, Kontinuität statt eines radikalen Umbruchs, lauten die neuen Vorgaben.

Bundestrainer Joachim Löw (l.) legt Bastian Schweinsteiger den Arm auf dei Schulter (Foto: Marcus Brandt dpa)

Vertrauen: Joachim Löw (l.) und Bastian Schweinsteiger

Dazu passte, dass Löw den bisherigen Stellvertreter

Bastian Schweinsteiger

zum neuen Chef der Nationalmannschaft beförderte: "Er ist der legitime Nachfolger von Philipp Lahm", befand der Bundestrainer und gab auch gleich den neuen Co-Trainer als Nachfolger von Hansi Flick bekannt: Der in der vergangenen Saison beim VfB Stuttgart als Chefcoach entlassene Thomas Schneider wird am 1. Oktober seinen Posten antreten.

Gejagte wollen selbst jagen

Ungeachtet aller personellen Ausfälle beim Neustart gegen Argentinien gab sich Löw kämpferisch: "Wir sind nun noch mehr die Gejagten. Wir wollen aber auch weiter jagen", sagte der 54-Jährige, der seine Elf kräftig umstellen muss: Lahm, Miroslav Klose und Per Mertesacker werden vor der Partie offiziell aus der DFB-Auswahl verabschiedet. Auch die angeschlagenen Weltmeister Schweinsteiger, Shkodran Mustafi, Mesut Özil, Sami Khedira, Jerome Boateng und Mats Hummels fehlen.

Klar ist, dass Khedira erneut länger pausieren muss. Der Mittelfeldspieler vom spanischen Champions-League-Sieger Real Madrid erlitt einen Muskelbündelriss im Oberschenkel und kann auch gegen Schottland nicht mitwirken. Özil wird am Mittwoch in Düsseldorf erwartet, doch der Bundestrainer mahnte bereits: "Man muss vorsichtig mit den hochbelasteten Spielern umgehen, dass sie nicht verschlissen werden nach diesem Turnier." Löw nominierte Mittelfeldspieler Sebastian Rudy nach.

Löw: "Argentinien kann Titel nicht zurückholen"

Mario Gomez im Porträt (Foto: Copyright imago)

Rückkehr: Mario Gomez steht wieder im DFB-Aufgebot

Junge Weltmeister wie der 22-jährige Erik Durm oder der erst 20-jährige Matthias Ginter, die in Brasilien ohne Einsatz geblieben waren, sollen laut Löw "mehr Entfaltungsmöglichkeiten" erhalten. "Der Umbruch wird aber nicht radikal, er wird behutsam sein", kündigte er an. Dem schon 29 Jahre alten

Mario Gomez

soll wieder die Zukunft im Angriff gehören. "Mario ist heiß, es zu zeigen", sagte Löw über Gomez, den er wegen mangelnder Fitness nicht für das WM-Turnier nominiert hatte.

WM-Gefühle werden am Mittwoch in Düsseldorf auf jeden Fall aufkommen, ist sich der Bundestrainer sicher. "Man kann den Schalter nicht von heute auf morgen umlegen und die WM in Vergessenheit geraten lassen", sagte Löw. Die Neuauflage gegen die Argentinier, die ohne

Lionel Messi

antreten müssen, sei aber keine Revanche: "Argentinien kann den Titel nicht zurückholen."

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