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Aktuell Asien

Über 90 Vermisste nach Erdrutsch in China

Eine Schlammlawine hat in der südlichen Stadt Shenzhen mehr als 30 Gebäude zerstört. Eine heftige Gasexplosion verschärfte die Situation zusätzlich. Nun liefern sich 1500 Rettungskräfte einen Wettlauf mit der Zeit.

Nach einem Erdrutsch in einem Industriegebiet in der südchinesischen Stadt Shenzhen werden Berichten des Staatsfernsehens 91 Menschen vermisst. Mindestens vier Menschen wurden laut Berichten von Staatsmedien verletzt aus den Trümmern geborgen, nachdem Schlammmassen in Shenzhen mehr als 30 Gebäude unter sich begraben hatten. Der Erdrutsch beschädigte eine Gasleitung und löste dadurch eine heftige Explosion aus.

Laut der Zeitung "Shenzhen Evening News" wurden 900 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht, bevor die Schlammmassen auf das Industriegebiet in der nahe Hongkong gelegenen Metropole hinabgingen. Der Staatssender CCTV berichtete, die Erdmassen hätten 33 Wohn- und Industriegebäude unter sich begraben, darunter auch zwei Schlafsäle für Arbeiter.

Rettungskräfte suchen in den Trümmern eines Gebäudes in Shenzhen nach Überlebenden (Foto: picture-alliance/ZUMA Press/Xinhua)

Nur vier Menschen konnten bislang lebend aus den zerstörten Gebäuden in Shenzhen geborgen werden

Die durch den Erdrutsch verursachte Gasexplosion war rund vier Kilometer weit zu hören. Wodurch die Schlammlawine ausgelöst wurde, war zunächst unklar. Ein Arbeiter sagte, er habe Massen aus roter Erde und Schlamm gesehen, die auf das Gebäude seiner Firma zugerollt seien. "Zum Glück wurde unser Gebäude nicht getroffen, und alle Leute in unserer Firma wurden in Sicherheit gebracht." Eine Frau sagte der Zeitung "Shenzhen Evening News", ihr Vater sei in seinem Lastwagen unter dem Schlamm begraben worden. "Das ist schon Stunden her, und wir machen uns große Sorgen".

Präsident Xi Jinping und Regierungschef Li Keqiang ordneten sofortige Rettungsmaßnahmen an. Der Staatsrat entsandte eine Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Maßnahmen an den Unglücksort. Neben 1500 Rettungskräften sind fast hundert Feuerwehrautos, Spürhunde sowie Drohnen und andere Geräte im Einsatz.

sti/ww (afp, dpa)