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Afrika

Über 60 Tote in südafrikanischer Mine

Bei verbotenen Grabungen in einer stillgelegten südafrikanischen Goldmine sind bisher 61 Tote geborgen worden. Es könnten noch deutlich mehr Arbeiter ums Leben gekommen sein.

Trauernder Minenarbeiter (Foto: AP)

Trauern um ihre illegalen Kollegen: Goldschürfer in Südafrika

Darüber hinaus könnte es noch weitere Tote geben, hieß es in einer Erklärung des Minenbetreibers Harmony Gold am Dienstag (02.06.2009). In dem Schacht sei möglicherweise ein Brand ausgebrochen. Der Polizei zufolge könnten die Männer auch an giftigen Gasen erstickt sein. Einige der illegalen Goldgräber hätten die Firma über das Unglück informiert und ihre toten Kollegen geborgen.

Illegale Arbeiten in alten Minenschächten

Arbeiter in einer Mine

Harte Arbeit unter Tage - und für illegale Schürfer oft lebensbedrohlich

Harmony erklärte, zur Suche nach weiteren Opfern würden keine eigenen Arbeiter losgeschickt. Die stillgelegten Minengebiete seien "extrem gefährlich". In den vergangenen zwei Wochen wurden dem Betreiber zufolge 294 illegal arbeitende Kumpel an der Eland-Mine gefasst. Die sogenannten "Gold-Piraten" werden von organisierten Banden angeworben.

Millionengeschäft für Verbrecherbanden

Arbeiter unter Tage (Foto: AP)

In den stillgelegten Schächten sammelt sich oft Gas an

In Südafrika ist der illegale Abbau von Edelsteinen und Edelmetallen keine Seltenheit. Internationale Verbrecherbanden verdienen damit jedes Jahr Millionen. Für die Goldgräber ist das Geschäft äußerst gefährlich: Sie arbeiten in stillgelegten Teilen der Minen, die nicht mehr unterhalten werden und in denen sich giftige Gase ansammeln können.

(db/chr/dpa/ap)