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Katastrophe

Über 1000 Tote nach Schlammlawine in Sierra Leone befürchtet

Bislang wurden nach der verheerenden Schlammlawine knapp 400 Leichen geborgen, noch gut 600 Menschen werden vermisst. Hilfsorganisationen warnen vor dem Ausbruch von Seuchen.

Helfer suchen unter Schlamm und Geröll weiter nach Überlebenden. Sierra Leones Präsident Ernest Bai Koroma bat um internationale Hilfe. Die Vereinten Nationen kündigten an, mit allen Mitteln den Ausbruch von Seuchen in der Region zu verhindern. Caritas International stellte 50.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung, wie das katholische Katastrophenhilfswerk in Freiburg mitteilte.

Massenbegräbnis für nicht identifizierte Tote

Nach tagelangen Regenfällen in der Region Freetown hatten sich am frühen Montagmorgen mehrere Schlammlawinen am Berg namens Zuckerhut gelöst. In kürzester Zeit begruben sie Häuser unter Schlamm und Steinen, 3000 Menschen wurden obdachlos. 400 Leichen wurden bereits geborgen, mindestens 600 Menschen werden noch vermisst. An den Leichenhallen, wo Menschen ihre Angehörigen identifizieren wollen, bildeten sich lange Schlangen. Die Leichenhäuser sind inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Für die nicht durch Angehörige identifizierten Toten ist am Donnerstag ein Massenbegräbnis geplant.

Menschen vor abgerutschtem Berg (picture-alliance/Photoshot/L. Yu)

Unter den Erdmassen werden noch viele Tote vermutet

Freetown gilt als besonders dicht besiedelte Stadt mit feucht-heißem Klima und schlechter Infrastruktur. Während des Cholera-Ausbruchs 2012 starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation fast 300 Menschen. Zwei Jahre später gab es aufgrund eines Ebola-Ausbruchs rund 4000 Todesopfer.

Eine Woche Staatstrauer

In Sierra Leone hat nach Angaben von Informationsminister Mohamed Banguara eine siebentägige Staatstrauer begonnen, zum Auftakt fand auch eine Schweigeminute statt. Landesweit wurden die Flaggen vor den öffentlichen Gebäuden auf halbmast gesetzt.

fab/HF (kna, epd, dpa)

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