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Kultur

Über 100 Tote bei Tankwagenunglück

Bei einem Tankwagenunglück in Kenia starben mindestens 111 Menschen: Die meisten hatten versucht, das auslaufende Benzin aufzuschöpfen. Die Polizei befürchtet noch mehr Opfer. Premier: "Schrecklicher Schlag für Kenia".

Wrack eines ausgebrannten Tanklastwagens (Quelle: AP)

Bild der Verwüstung am Straßenrand

In Kenia sind mindestens bei der Explosion eines Tankwagens 111 Menschen um Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag (01.02.2009) mitteilte, sind bisher 91 Leichen gezählt worden. 20 weitere Tote lägen in der Leichenhalle von Molo im zentralkenianischen Rift Valley.

Noch mehr Opfer vermutet

Der Tanklastzug war am Samstagabend verunglückt. Daraufhin hatten sich Anwohner daran gemacht, das auslaufende Benzin in Kanistern aufzufangen, dann explodierte das Fahrzeug auf noch unbekannte Weise. "Ihre Kleider waren mit Benzin getränkt, und die Kanister explodierten in ihren Händen. Sie hatten keine Chance, dem Feuer zu entkommen", sagte ein Polizist der Zeitung "The Standard". Die meisten Opfer, darunter vor allem Frauen und Kinder, wurden bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch nach oben korrigiert werden muss. Polizeichef Hassan Noor Hassan forderte 150 Leichensäcke für die Bergungsarbeiten an. Unter den Opfern sollen auch Autofahrer sein, die sich am Unfallort aufgehalten haben. Sie wurden in ihren Fahrzeugen vom Feuerball erfasst. Auch ein Bus mit Schulkindern soll darunter gewesen sein.

Streichholz als Ursache?

Premierminister Raila Odinga besuchte am Sonntag mit mehreren Kabinettsmitgliedern den Unglücksort. "Das ist ein schrecklicher Schlag für Kenia», sagte er. Vize-Präsident Kalonzo Musyoka rief die Bevölkerung im Fernsehen zur Ruhe auf.

Wie der Tankwagen Feuer fangen konnte, blieb zunächst unklar. Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes und verschiedene Augenzeugen gaben an, das Feuer sei von Streichhölzern ausgelöst worden, als sich jemand eine Zigarette ansteckte. (det)

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