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Sport

Österreicher Kraft peilt Tourneesieg an

Stefan Kraft geht mit guten Chancen auf den Gesamtsieg in das abschließende Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen. Bei der Qualifikation musste er aber seinem Zimmerkollegen den Vortritt lassen.

Die 63. Vierschanzentournee ist geprägt vom Duell zweier junger Nachwuchsathleten aus Österreich, die obendrein beste Freunde sind und sich ein Zimmer teilen sind: Stefan Kraft und Michael Hayböck. Beide mit enormen Potential – und beide in der Form ihres Lebens. "Für uns beide geht ein großer Traum in Erfüllung", beschrieb Kraft die derzeitige Gemütslage im Hotelzimmer der beiden Durchstarter. Obwohl sein Bettnachbar Hayböck die Qualifikation beim letzten Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen gewann und somit in der psychologischen Pole Position in das Springen am Dienstag geht, freute sich Kraft sichtlich für seinen Freund Hayböck. "Der ist richtig gut drauf", lobte Kraft, ergänzte dann aber sofort: "Ich muss morgen zweimal richtig attackieren." Denn bei aller Freundschaft: Auf Distanz halten will Kraft seinen Freund Hayböck schon.

Alle sieben Deutsche sind qualifiziert

Tatsächlich kann sich Kraft beim großen Finale der Tournee nicht auf seinen Leistungen ausruhen, er muss die Konkurrenz angeführt von Hayböck in Schach halten. Dennoch weiß er ein einigermaßen komfortables Punktepolster als Vorsprung auf seiner Seite und geht als Favorit ins letzte Springen. In der Qualifikation belegte Kraft mit 144,6 Punkten Rang zwei hinter Hayböck (148,7) und vor dem Norweger Anders Jacobsen (144,0).

Der US-Amerikaner Nicholas Fairall liegt eine Zeit lang reglos im Auslauf. (Foto: Getty)

Schwerer Sturz: Der US-Amerikaner Nicholas Fairall liegt eine Zeit lang reglos im Auslauf.

Das deutsche Team konnte sich in der Qualifikation wieder auf seine beiden erfahrenen Springer verlassen: Severin Freund und Richard Freitag belegten die Plätze fünf und acht und deuten somit auch auf der Schanze von Bischofshofen, die viel Fluggefühl erfordert, ihr Potential für eine Topplatzierung an. Freund versprach: "Wir wollen nochmal angreifen und das werden wir auch machen." Freund trifft im ersten Durchgang auf seinen Teamkollegen Markus Eisenbichler. Neben Freund und Freitag schafften alle fünf weiteren deutschen Springer die Qualifikation für Dienstag.

Schwerer Sturz

Überschattet wurde die Qualifikation von einem schweren Sturz des US-Amerikaners Nicholas Fairall, der unmittelbar nach der Landung die Kontrolle verlor und mit voller Wucht kopfüber in den Schnee krachte. Der 25-Jährige verletzte sich an der Wirbelsäule und wurde noch am Montagabend im Krankenhaus in Schwarzach operiert. "Wir wünschen Nick eine schnelle und vollständige Genesung", sagte Rex Bell, Chef der
US-Skispringer.

jw/qu (dpa, sid)

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