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Afrika

Ölteppich vor der ägyptischen Badeküste

Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada am Roten Meer treibt ein Ölteppich im Meer. Nach einem Leck in einer Bohrplattform sind auch beliebte Urlaubsstrände von der Ölverschmutzung betroffen.

Luftaufnahmen vom Ölteppich vor der Küste (Foto: AP)

Etwa 160 Kilometer Küstenstreifen sollen verschmutzt sein

Die Bilder erinnern an die riesige Ölpest im Golf von Mexiko: Bereits seit der vergangenen Woche soll Öl aus dem Leck einer Bohrplattform vor der Küste Ägyptens austreten. Die ägyptische Regierung bestätigte am Montag (21.06.2010) erstmals den Unfall auf der Plattform nördlich von Hurghada, nachdem sie tagelang geschwiegen hatte. Die Menge des ausgetretenen Öls sei begrenzt, erklärte ein Regierungssprecher. Nach seiner Darstellung habe man das Leck vor einer Woche entdeckt und den Teppich inzwischen weitgehend eingedämmt. Dem widersprechen Umweltaktivisten, die die Verschmutzung öffentlich gemacht hatten.

Ölverschmierte Vögel und Schildkröten

Ein ölverschmierter Vogel (Foto: AP)

Umweltschützer haben bereits ölverschmierte Vögel und Schildkröten gefunden

Es trete weiterhin Öl aus dem Leck, nachdem es am Donnerstag (17.06.2010) kurzfristig geschlossen worden sei, erklärte der Biologe Ahmed el Drubi, Mitglied der Vereinigung Umweltschutz in Hurghada. Besonders betroffen von der Verschmutzung seien einige vorgelagerte Inseln mit unberührter Natur. In dem geschützten Gebiet habe man ölverschmierte und verendete Vögel und Meeresschildkröten gefunden, so der Umweltschützer. Er befürchtet zudem Schäden für die Korallenriffe entlang der ägyptischen Küste, die bereits durch Sporttaucher und fehlenden Umweltschutz der vergangenen Jahre beschädigt oder teilweise vollständig zerstört worden sind.

Denn die Küste von Hurghada ist eines der beliebtesten Ziele am Roten Meer für Urlauber aus Deutschland, England und Russland. Das ausgetretene Öl hat inzwischen auch die Badestrände des Ortes erreicht. Die Meldungen zu diesem Unfall seien möglicherweise zurückgehalten worden, um Touristen nicht zu verschrecken, vermuten Umweltschützer.

Autorin: Stephanie Gebert (afp, dpa)

Redaktion: Christine Harjes

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