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Wirtschaft

Ölpreis steigt wieder etwas

Der Rohölpreis ist nach Berichten über Produktionsausfälle in den USA wieder auf über 75 Dollar gestiegen. Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern BP hat durch den anhaltend hohen Ölpreis seinen Gewinn deutlich erhöht.

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Ölraffinerie im Irak

Am Montag hatten beruhigende Äußerungen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zur Versorgung und nachlassende Sorgen vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts den Preis noch sinken lassen. Am Dienstag (25.7.2006) führten dann Berichte über Probleme in mehreren US-Raffinerien zu dem neuerlichen Preisanstieg. Der Preis stieg im Computerhandel an den Handelsplätzen in Asien auf über 75 US-Dollar je Barrel (159 Liter).

Raffinerien vorübend geschlossen

"Der Markt reagiert auf die Schließung von Raffinerien in Venezuela und den USA", sagte Analyst Mark Pervan von Daiwa Securities. Wegen eines Sturmschadens musste der Ölkonzern ConocoPhillips Teile seiner Raffinerie in Illinois vorübergehend schließen. In Amuay in Venezuela droht eine Raffinerie nach einem Brand für mehrere Monate auszufallen. Dort wird Benzin für Export in die USA verarbeitet.

Öltanker

Öltanker auf großer Fahrt

Die hohen Ölpreise haben dem britischen Konzern BP im zweiten Quartal einen Rekordgewinn beschert. Wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte, stieg der Nettoprofit gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um satte 22,8 Prozent auf über sechs Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro). Der Umsatz schnellte um 24,2 Prozent auf mehr als 72 Milliarden Dollar hoch.

Vorübergehender Ölpreis von über 78 Dollar pro Barrel

Der Ölpreis hatte in der vergangenen Woche wegen des Konflikts im Libanon zwischenzeitlich ein Allzeithoch von mehr als 78 Dollar pro Barrel erreicht. Mit dem Preisanstieg konnte der weltweit zweitgrößte Ölkonzern mehr als ausgleichen, dass seine Produktion zwischen April und Juni auf 4,018 Millionen Barrel sank; ein Jahr zuvor waren es noch 4,112 Millionen Barrel gewesen.

Auch norwegischer Energiekonzern profitiert

Der norwegische Energie- und Aluminium-Konzern Norsk Hydro hat im zweiten Quartal 2006 dank anhaltend hoher Preise für Öl, Gas und Aluminium ebenfalls deutliche Gewinne eingefahren. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zur entsprechenden Vorjahreszeit von 3,6 Milliarden norwegischer Kronen auf 5,4 Milliarden Kronen (rund 679 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Oslo mitteilte. Der Umsatz kletterte auf 51,4 (Vorjahresquartal: 42,1) Milliarden Kronen.

Im zweiten Quartal erzielte Norsk Hydro einen Ölpreis von im Schnitt 67,9 Dollar je Barrel, 36 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und zwölf Prozent mehr als im Vorquartal. Das Unternehmen geht auch für den weiteren Jahresverlauf von anhaltend hohen Preisen bei Öl, Gas und Aluminium aus. (kap)

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