1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Ölpreis auf rasanter Rekordjagd

An den Ölmärkten hat sich der Preisanstieg weiter beschleunigt: Der Preis für Rohöl erreichte einen neuen Rekordwert knapp unter der Marke von 110 US-Dollar.

Raffinerie in Saudi-Arabien

Rekordpreise für Rohöl

Im Laufe des Tages ging der Ölpreis wieder um zwei Dollar zurück. Hoffnung auf grundlegende Preisentlastung gibt es aber wenig: Die Internationale Energie-Agentur in Paris veröffentlichte eine Studie, wonach beim weltweiten Ölverbrauch trotz erster Abkühlung der Konjunktur kein Rückgang zu erwarten ist. Eventuelle Verbrauchseinschränkungen in den USA oder Europa würden durch höhere Nachfrage aus China oder Indien ausgeglichen.

Öl als Anlage für Spekulanten

Getrieben wird der Ölpreis nach Einschätzung von Beobachtern derzeit vor allem von Spekulation. Marktkenner gehen davon aus, dass Großanleger seit Wochen Öl und andere Rohstoffe zunehmend als Anlage nutzen, um sich gegen Inflationsrisiken und einen schwachen Dollar abzusichern.

Der Rückgang des Ölpreises im Verlauf des Dienstag wurde von mehreren Analysten auf eine leichte Erholung des Dollars zurückgeführt. Zuvor hatten Notenbanken in Europa und Nordamerika erneut Milliarden in den Finanzmarkt gepumpt und damit den Geschäftsbanken den Zugang zu frischem Geld erleichtert. Der Euro erreichte ein Allzeithoch von 1,5495 Dollar. Der günstige Dollar macht macht den Kauf von Öl durch Investoren und Firmen aus dem Euro-Raum billiger, da der Rohstoff in Dollar bezahlt wird.

Höhere Treibstoffzuschläge

Die Lufthansa hatte am Montag angekündigt, den Kerosinzuschlag für Flüge in Europa ab 13. März um 3 Euro auf 17 Euro pro Flugstrecke zu erhöhen. Für Langstrecken lässt die Lufthansa den Zuschlag bei 77 Euro. Die zum Lufthansa-Konzern gehörende Schweizer Fluggesellschaft Swiss zog am Dienstag nach und erhöhte die Treibstoffzuschläge im Langstreckenverkehr auf 144 Franken (91 Euro) und bei Europaflügen auf 36 Franken (23 Euro).

An den Edelmetall-Märkten gab der Goldpreis im Zuge des Dollaranstiegs Gewinne ab. Gegen Mittag ging er auf unter 980 Dollar je Feinunze zurück, nachdem er zuvor bis auf 985 Dollar geklettert war. Das Edelmetall wird üblicherweise als Absicherung gegen Kursrückgänge beim Dollar verwendet, die bei steigendem Dollarkurs obsolet wird. (wga)

Die Redaktion empfiehlt