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Nachrichten

Ölpreis auf Drei-Monats-Tief gesunken

Nach dem Rekordhoch im Juli ist das Barrel (159 Liter) Rohöl nun wieder für etwa 118 Dollar zu haben. Als Gründe werden unter anderem die gestiegene Ölförderung der OPEC und Anzeichen für eine Wirtschaftsflaute genannt.

Benzin-Zapfpistole (Quelle: dpa)

Autofahrer freuen sich: Benzin ist wieder billiger

Öl-Bohrtürme im Morgenrot

OPEC fördert wieder mehr Öl

Die Ölpreise fielen am Dienstag (05.08.2008) erneut auf ein Drei-Monats-Tief. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Vormittag zeitweise 118 Dollar.


Bereits am Monatg hatten die Preise innerhalb weniger Minuten um rund fünf Dollar nachgegeben und waren zeitweise unter die 120- Dollar-Marke gesunken.

Mitte Juli stand der Ölpreis noch bei einem Rekordhoch von mehr als 147 Dollar. Die 100-Dollar-Schwelle hatte er Anfang des Jahres übersprungen.

Viele Gründe für den Preisrutsch

Ölfässer-Stapel (Quelle: dpa)

118 Dollar für ein Fass

Experten wiesen zur Begründung für den Preisrutsch darauf hin, dass Produktionsausfälle wegen des Tropensturms "Edouardo" im Golf von Mexiko nicht so stark ausfallen dürften wie befürchtet. Auch habe der designierte US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama angekündigt, im Falle seiner Wahl Teile der strategischen Ölreserven zur Senkung der Treibstoffpreise freigeben zu wollen.

Als Ursache für den allgemeinen Abwärtstrend nannten Händler vor allem Anzeichen für eine gestiegene Ölförderung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und die sich abzeichnende Wirtschaftsflaute.

Aktienmarkt profitiert kurzfristig vom niedrigen Ölpreis

Der Preiseinbruch beim Öl beflügelte auch den Deutschen Aktienindex DAX. Bis zum Mittag schnellte der Leitindex um knapp drei Prozent auf 6525 Punkte in die Höhe. Die Händler zweifelten allerdings an der Nachhaltigkeit der Aufwärtsbewegung.

Hinweise zur weiteren Entwicklung der Konjunktur- und Zinspolitik erwarten sich die Marktteilnehmer vom Ergebnis der Zinssitzung, zu der die US-Notenbank am Abend zusammenkommt. Mit einer Zinsänderung ist dabei nach Einschätzung von Experten aber nicht zu rechnen. (gri)

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