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Wirtschaft

Ölkonzerne schwimmen im Geld

Während die Welt nach Alternativen zum Öl sucht, streichen die Ölkonzerne gigantische Gewinne ein. Die vier größten Öl-Multis verdienten 2006 insgesamt fast 100 Milliarden Dollar.

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Chevron verbuchte für 2006 einen Rekordgewinn

Bei den großen Ölmultis hat es im vergangenen Jahr dank Rekordölpreisen von zeitweise mehr als 78 Dollar je Barrel beispiellose Milliardengewinne gegeben. Die drei größten amerikanischen Ölkonzerne ExxonMobil, Chevron und ConocoPhillips haben 2006 insgesamt die Rekordsumme von 72,2 Milliarden Dollar verdient und haben damit die beispiellosen Vorjahresüberschüsse von 63,8 Milliarden Dollar nochmals um fast zwölf Prozent übertroffen.

Schließt man die Royal Dutch Shell ein, den größten europäischen und global zweitgrößten Ölriesen, dann verdienten die vier Ölkonzerne im vergangenen Jahr gemeinsam die unglaubliche Summe von 97,6 (Vorjahr: 86,5) Milliarden Dollar.

Die Chevron Corporation, der zweitgrößte amerikanische Ölkonzern, verbuchte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 17,1 Milliarden Dollar (13,3 Mrd Euro) gegenüber 14,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dies teilte die Gesellschaft am Freitag in San Ramon (Kalifornien) mit. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 7,80 (Vorjahr: 6,54) Dollar. Der Jahresumsatz legte auf 204,9 (193,6) Milliarden Dollar zu.

Das Unternehmen verbuchte dabei im Schlussquartal 2006 wegen der stark gefallenen US-Erdgaspreise einen Umsatzrückgang auf 46,2 (52,5) Milliarden Dollar und verdiente 3,8 (4,1) Milliarden Dollar oder 1,74 (1,86) Dollar je Aktie.

ExxonMobil, die globale Nummer Eins, hatte am Tag zuvor einen Rekordgewinn von 39,5 Milliarden Dollar für 2006 ausgewiesen und hatte damit den Vorjahresüberschuss von 36,1 Milliarden Dollar nochmals um neun Prozent überboten.

Der Jahresgewinn von ConocoPhillips, der drittgrößten amerikanischen Mineralölgesellschaft, legte 2006 um knapp 15 Prozent auf 15,6 Milliarden Dollar zu. Dies hatte das Unternehmen vor wenigen Tagen bekanntgegeben. Aber auch die amerikanischen Ölkonzerne aus der zweiten Reihe haben im vergangenen Jahr stramme Gewinne eingeheimst.

In Europa sprudeln die Rekordgewinne ebenfalls. Der europäische Branchen-Primus Royal Dutch Shell hat im vergangenen Jahr den Gewinn auf 25,4 Milliarden Dollar erhöht nach 22,7 Milliarden Dollar im Vorjahr. Ähnlich gute Resultate dürften auch die restlichen Ölkonzerne aus aller Welt in den kommenden Tagen bekannt geben.

Die Konzerne können auch in der nächsten Zeit auf einen hohen Ölpreis hoffen.Im Computerhandel der New Yorker Rohstoffbörse legte die Notierung am Donnerstag auf über 58 Dollar zu. Mehrere Gründe werden für den Preisanstieg genannt: Eine Kältewelle in den USA, die bis Mitte Februar anhalten soll;
Förderkürzungen der in der OPEC zusammengeschlossenen
Ölexportländer zum 1. Februar und gute Wirtschaftsdaten aus den
USA, die weiteres Wachstum und höhere Ölverbräuche andeuten. (stl)

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