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Wirtschaft

Öldienstleister streicht 9000 Stellen

Die gesunkenen Ölpreise treffen nicht nur die großen Ökonzerne, sondern auch die Dienstleister. Investitionen lohnen sich nicht mehr, Fusionen werden vorangetrieben und Mitarbeiter entlassen.

Der führende amerikanisch-französische Öldienstleister Schlumberger reagiert mit einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen auf den Ölpreisverfall. Der Konzern teilte in der Nacht auf Freitag mit, er wolle 2015 weltweit 9000 Stellen streichen. Das entspricht 7,5 Prozent der Belegschaft. Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die niedrigeren Rohstoffpreise und die vermutlich sinkende Ölförderung in diesem Jahr.

Ölindustrie kämpft mit niedrigen Preisen

Seit Sommer haben sich die Ölpreise mehr als halbiert. Für viele kleinere Firmen rechnet sich die Produktion wegen der niedrigen Marktpreise nicht mehr. Die Förderindustrie, die in den letzten Jahren eine treibende Kraft des US-Wachstums und -Arbeitsmarkts war, dürfte ihre Investitionen deshalb drastisch kürzen. Das macht auch den großen Ölförderdienstleistern wie Schlumberger zu schaffen.

Schlumbergers Rivalen Halliburton und Baker Hughes hatten Mitte November eine Fusion bekanntgegeben, um Kosten zu senken. ConocoPhillips, der drittgrößte US-Ölkonzern, will seine Investitionen 2015 um ein Fünftel kappen. Der Stahlkonzern US Steel plant die Schließung von zwei Rohrwerken. Auch der britische Ölriese BP gab bereits bekannt, in den nächsten Monaten Jobs abzubauen.

Nettogewinn im Vergleich zu Vorjahr dramatisch gesunken

Unter anderem wegen der Stellenstreichungen verbuchte der Konzern eine Belastung von einer Milliarde Dollar in der Bilanz für das vierte Quartal. Der Nettogewinn im vierten Quartal lag bei 302 Millionen Dollar (knapp 260 Millionen Euro) - das waren 82 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

iw/wen (afp, dpa, rtrd)

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