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Kultur

Ökonomische Zeitreihen

Den Wirtschafts-Nobelpreis 2003 teilen sich der US-Amerikaner Robert F. Engle sowie der Brite Clive W. J. Granger. Geehrt werden die beiden für ihre "Anwendung statistischer Methoden bei ökonomischen Zeitreihen".

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Robert F. Engle

Was zunächst abstrakt klingt, ist Forschung für die Praxis: Die Arbeit der Wissenschaftler diene der Gewinnung von Daten für Zeitreihen, die die Entwicklung von
Preisen, Zinsen oder Börsenkursen aufzeigten, erklärte die
Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch (8.10.03). Mit den Erkenntnissen sei es zudem einfacher geworden, Zusammenhänge im Bereich der ökonomischen Theorie zu verstehen und volkswirtschaftliche Rechenfehler zu vermeiden.

Forschung begann in den 1980er Jahren

Preisträger Robert F. Engle lehrt an der New Yorker Universität. Clive W. J. Granger arbeitet als Professor an der Universität von Kalifornien in San Diego. Schon in der 1980er-Jahren haben Engle und Granger mit ihren Forschungen begonnen.

Den Wirtschafts-Nobelpreis gibt es erst seit 1969. Dotiert ist die Auszeichnung mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro. Unter den inzwischen 53 Trägern des Wirtschaftsnobelpreises befinden sich in erster Line US-amerikanische Forscher. Erst an zweiter Stelle kommt Großbritannien mit acht Preisträgern, gefolgt von Norwegen und Schweden, deren Wissenschaftler jeweils zwei Auszeichnungen erhielten.

Deutschland nur einmal vertreten

Deutschlands Forscher haben bisher nur eine Ehrung erhalten. Der Bonner Wissenschaftler Reinhard Selten erhielt 1994 den Nobelpreis für seine Forschungen zur Entwicklung der Spieltheorie, musste sich diesen aber mit zwei US-Kollegen teilen. Eine Frau hat es in diesem Bereich hingegen noch nie zu einem Nobelpreis gebracht.

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