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Reise

Älteste Frauenfigur der Welt jetzt im Museum

Sie ist 40.000 Jahre alt, und ihre Entdeckung war eine Sensation: Die Venus vom Hohle Fels. Jetzt ist die älteste Frauenfigur der Welt dauerhaft im Museum zu sehen.

Gut fünf Jahre nach ihrer Entdeckung hat die Venus vom Hohle Fels einen festen Platz im Museum bekommen. Am Montag wurde die nur sechs Zentimeter kleine Frauenfigur vorsichtig in eine Vitrine des Urgeschichtlichen Museums in Blaubeuren gesetzt. Am kommenden Sonntag wird in dem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb, weit abseits der großen Kultur- und Touristenzentren, eine außergewöhnliche Dauerausstellung mit einigen der ältesten Kunstwerken der Menschheitsgeschichte eröffnet.

"Mitten in der Landschaft, in der die weltweit älteste Kunst geschaffen wurde, geht das Museum in einer modernen Präsentation der Frage nach, woher wir Menschen kommen und wer wir sind", sagte der Tübinger Archäologe Nicholas Conard. Sein Team hatte die Frauenfigur ausgegraben. Es gehe darum, das Leben steinzeitlicher Jäger und Sammler begreifbar zu machen.

Die Eiszeit-Höhlen auf der Schwäbischen Alb rund um Blaubeuren sind für internationale Archäologen eines der wichtigsten Ausgrabungsgebiete. Funde legen nahe, dass die Ur-Schwaben in den Höhlen der Alb vor 35.000 bis 42.000 Jahren die darstellende Kunst, die Musik und womöglich auch die Malerei erfunden haben. Zahlreiche Experten im In- und Ausland halten die Alb für die Wiege der Menschheitskultur. Die Venus aus der Karsthöhle Hohle Fels ist für Experten das wertvollste unter diesen Fundstücken.

at/ej (dpa)