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Terrorismus

Ägyptens Polizei erschießt mutmaßliche Extremisten

Bei einer Razzia in einem "Terrorcamp" haben ägyptische Sicherheitskräfte mehrere Verdächtige getötet. Es ist die Antwort auf einen Anschlag am Freitag, dem 26 Soldaten zum Opfer gefallen waren.

In Ägypten steht eine Polizist mit einem Maschinengewehr in der Hand vor einem gepanzerten Polizeiauto (Foto: picture-alliance/AP Photo/A. Nabil)

Sicherheitskräfte in Kairo (Archivbild)

Eigenen Angaben zufolge hat die ägyptische Polizei mindestens 14 Extremisten in einem "Terrorcamp" nahe der Stadt Ismailia am Suezkanal erschossen. Das teilte das Innenministerium in Kairo mit. Fünf von ihnen wurden laut Innenministerium bereits identifiziert. In dem Lager würden Männer an unterschiedlichen Waffen und im Umgang mit Sprengstoff ausgebildet, heißt es in dem Statement. Die mutmaßlichen Terroristen, die von der unruhigen Sinai-Halbinsel stammten, hätten zuerst das Feuer eröffnet. Wie viele Opfer es seitens der Polizisten gab, ist unbekannt.

Die Attacke steht im Zusammenhang mit einem Selbstmordanschlag vom Freitag. Bei dem Angriff von Dschihadisten auf die Armee im Norden der Sinai-Halbinsel waren 26 Soldaten getötet worden. Zu der Tat bekannte sich ein lokaler Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), der in der Region operiert. Der ärmliche Norden der Sinai-Halbinsel ist in Ägypten eine Hochburg der Extremisten.

Anhaltende Gewalt 

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den schweren Anschlag auf die ägyptische Armee. Die Verantwortlichen für die "feige" Attacke müssten schnell zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es in einer Stellungnahme.

Über den Ablauf der Attacke gibt es unterschiedliche Darstellungen. Nach Angaben eines Militärsprechers sind mehrere Autobomben explodiert, nachdem die Soldaten Terroranschläge auf mehrere Kontrollpunkte in derselben Gegend vereitelt hatten. Dabei hätten die Soldaten mehr als 40 Extremisten getötet und sechs ihrer Fahrzeuge zerstört, so der Militärsprecher. In Sicherheitskreisen war von 26 getöteten und 21 verletzten Soldaten die Rede.

Dem IS-Sprachrohr "Amak" zufolge sprengte sich hingegen ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe an einem Militär-Kontrollposten in die Luft. Durch die Explosion und Schüsse anderer Dschihadisten seien mehr als 60 Soldaten getötet oder verletzt worden, außerdem seien fünf IS-Kämpfer ums Leben gekommen.

pab/jj (afp, dpa, rtr)