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Aktuell Nahost

Ägypten macht für zwei Tage die Grenze zum Gaza-Streifen auf

Manchen Palästinensern könnte die Aktion vielleicht das Leben retten: Die Öffnung des Übergangs Rafah soll unter anderem schwer erkrankten Bewohnern des Gaza-Streifens eine Behandlung in Ägypten ermöglichen.

Erstmals seit fast zwei Monaten hat Ägypten die Grenze für Palästinenser aus dem Gazastreifen geöffnet. Der Übergang Rafah werde für zwei Tage passierbar sein, unter anderem um schwer kranken Palästinensern eine medizinische Behandlung in Ägypten zu ermöglichen, erklärte ein Vertreter der radikalislamischen Hamas-Regierung in Gaza. Sie mussten demnach eine entsprechende Bescheinigung des Gesundheitsministeriums bei sich führen. Bislang hätten rund 200 Menschen diese Gelegenheit genutzt, hieß es weiter. Am Montag sollen Studenten, die im Ausland studieren, die Grenze überqueren dürfen.

Allein Rafah nicht von Israelis kontrolliert

Rafah ist der einzige Grenzübergang in den Gazastreifen, der nicht von Israel kontrolliert wird. Der Übergang zwischen der Sinai-Halbinsel und dem verarmten Palästinenser-Gebiet war Ende Oktober geschlossen worden, nachdem muslimische Extremisten unweit der Grenze 33 ägyptische Sicherheitskräfte getötet hatten - zu einem Zeitpunkt, als sich laut UN mehr als 3500 Palästinenser in Ägypten aufhielten. Seitdem war die Grenze zweimal kurz geöffnet worden - allerdings nur für Palästinenser, die aus Ägypten in den Gazastreifen zurückkehren wollten. Die Gegenrichtung blieb geschlossen.

Die im Gazastreifen herrschende Hamas hat enge Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft, die für Anschläge auf Sicherheitskräfte in Ägypten verantwortlich gemacht wird. Die Beziehungen zwischen der Hamas und der neuen ägyptischen Regierung sind nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi gespannt.

sti/haz (afp, rtr)