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Reise

Ägypten macht drei antike Grabstätten zugänglich

Nach dem verheerenden Flugzeugabsturz über der Halbinsel Sinai vom vergangenen Wochenende sorgt sich Ägypten um die Zukunft seiner Tourismusbranche und ergreift ungewöhnliche Maßnahmen.

Bisher durften nur Archäologen die drei Beamtengräber in der antiken Stadt Luxor betreten. Nun sind sie erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Laut Antikenminister Mamdouh Eldamaty gehören die Gräber zu den wichtigsten des Neuen Reiches, wie die Zeit im Alten Ägypten von 1550 bis 1070 vor Christus genannt wird. Das bedeutendste dieser drei sei das von Amenhotep, der auch unter dem Namen Huy bekannt ist. Er war Vizekönig des Landes Kusch unter der Herrschaft des berühmten Pharaos Tutanchamun. In seinem Grab sind Wandmalereien zu sehen, auf denen Nubier ihm Abgaben bringen.

Das Antikenministerium habe derzeit generell den Plan, neue archäologische Stätten für Touristen zu öffnen, so Eldamaty. Auf diese Weise wolle das Land mehr Besucher anlocken. Denn Tourismus sei für Ägyptens Wirtschaft sehr wichtig, gerade jetzt, da nach Jahren der politischen Unruhen wieder mehr Touristen ins Land kämen.

Nachdem allerdings am Wochenende eine russische Passagiermaschine auf dem Weg von Scharm el Scheich nach St. Petersburg explodiert war, sorgt sich Ägypten erneut um seine Tourismusbranche und versucht mit der Gräberöffnung für Besucher attraktiv zu bleiben. Denn Airlines aus den Niederlanden, Großbritannien und Irland haben ihren Flugverkehr von und nach Scharm el Scheich vorübergehend ausgesetzt. Bisher wird vermutet, dass eine Bombe an Bord die Maschine zum Absturz brachte.

Ey/at (afp, reuters, dpa, ape)