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WM-Qualifikation

Ägypten fährt zur Fußball-WM

Ägypten feiert. Zum dritten Mal in der Geschichte des Landes qualifiziert sich die Nationalelf für eine Fußball-WM. Der entscheidende Treffer gegen die Demokratische Republik Kongo fällt in allerletzter Sekunde.

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Ägypten jubelt über WM-Teilnahme

Nach dem Schlusspfiff kletterte Essam El Hadary, der ägyptische Keeper, auf sein Tor. Sein Blick verriet alles: pure Euphorie nach der erfolgreichen Qualifikation für die Fußball-WM 2018. Erst Sekunden zuvor war die Entscheidung gefallen. Ein Foulelfmeter von Mohamed Salah am Ende der Nachspielzeit (90.+5) sicherte der Mannschaft des argentinischen Trainers Héctor Cúper das Ticket nach Russland. Es war der späte Siegtreffer zum 2:1 (0:0) gegen die Demokratische Republik Kongo. Ägypten ist damit einen Spieltag vor Ende der Qualifikation nicht mehr vom Spitzenplatz der afrikanischen Gruppe E zu verdrängen. In Borg El Arab hatte Salah vom FC Liverpool auch den Führungstreffer erzielt (62.) bevor Arnold Bouka Moutou (88.) die Gastgeber noch einmal zittern ließ. Ägypten ist erstmals seit 1990 in Italien wieder bei einer WM-Endrunde dabei.

Fußball 2018 World Cup Qualifications - Africa - Egypt vs Congo (Reuters/A.A. Dalsh)

Grenzenlose Freude: Ägypten feiert die WM-Qualifikation

Konkurrent Ghana legt Beschwerde ein

Der ghanaische Fußball-Verband hat nach dem enttäuschenden 0:0 in der Qualifikation gegen Uganda unterdessen Protest gegen die Leistung des Schiedsrichters eingelegt. Die Beschwerde sei direkt nach der Partie in Kampala beim Weltverband FIFA eingereicht worden, teilte der Verband mit. Die Unparteiischen um Schiedsrichter Daniel Bennett aus Südafrika hätten ein reguläres Tor Ghanas nicht anerkannt und den Gästen zudem einen Elfmeter verweigert, erklärte der Verband. Der Afrika-Cup-Vierte und dreimalige WM-Teilnehmer Ghana hat nach dem Remis kaum noch Chancen auf die WM 2018. 

Gernot Rohr jubelt mit Nigeria

Als erstes Team aus Afrika hatte sich zuvor Nigeria mit dem deutschen Trainer Gernot Rohr qualifiziert. Seine überglücklichen Spieler trugen den Trainer-Weltenbummler auf den Schultern durch das Godswill Akpabio Stadium und warfen ihn immer wieder übermütig in die Luft. Sogar Nigerias Präsident Muhammadu Buhari gratulierte zum "süßen Sieg". Das 1:0 (0:0) der "Super Eagles" gegen Sambia und die damit geglückte WM-Qualifikation war für das Staatsoberhaupt wie "ein Geschenk zum 57. Jahrestag der Unabhängigkeit. Ich schließe mich dem Jubel von Millionen Nigerianern an, gemeinsam mit der Mannschaft und dem Betreuerstab".  

Nach Stationen in Niger, Gabun und Burkina Faso hatte Rohr die Nationalmannschaft des westafrikanischen Landes im August 2016 übernommen. "Das hier ist noch nicht zu Ende", sagte er Reportern nach dem Triumph. "Wir müssen uns jetzt vorbereiten, um eine gute WM zu spielen." Zum sechsten Mal tauchen die "Super Eagles" bei der Endrunde einer Fußball-WM auf - diesmal buchten sie das Ticket als erstes afrikanisches Team. "Natürlich hatten wir Druck, aber die Spieler waren physisch und mental stark", lobte Rohr nach einem "schwierigen Spiel" in Uyo im Süden Nigerias. Alex Iwobi vom FC Arsenal, der schon im Hinspiel getroffen hatte,  erzielte in der 73. Minute das goldene Tor für den dreimaligen Afrika-Meister, der etliche hochkarätige Chancen vergab. Doch am Ende zählte nur der Sieg: Nigeria liegt mit 13 Punkten klar vor Sambia und
entschied die Qualifikationsgruppe B in Afrika vorzeitig für sich.

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