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Welt

Ägypten drängt auf Waffenruhe im Gaza-Streifen

Ägyptische Vermittler haben Israelis und Palästinensern eine befristete Waffenruhe vorgeschlagen - wieder einmal. Doch die Kampfhandlungen im Gaza-Krieg gehen weiter.

Seit Wochen bemüht sich die ägyptische Regierung um ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen. In einer neuen Initiative drängt Kairo Israelis und Palästinenser zu einer befristeten Waffenruhe: Alle kriegerischen Handlungen sollen für mindestens einen Monat eingestellt werden - ohne weitgehende Vorbedingungen.

Einen Durchbruch hatte es bei den Verhandlungen bislang nicht gegeben. Auch, weil beide Seite auf bestimmte Vorbedingungen bestanden hatten: Die de facto in Gaza herrschende Hamas fordert ein Ende der achtjährigen Blockade von Gaza, einen internationalen Flughafen für die Region und die Freilassung von Häftlingen. Israel verlangt im Gegenzug, dass die bewaffneten Gruppen in dem Palästinensergebiet alle abrüsten.

Ein führender Palästinenservertreter erklärte der Nachrichtenagentur AFP, man werde eine Vereinbarung zu einer Waffenruhe akzeptieren, wenn Israel sich dazu auch bereit erkläre. Eine Antwort von israelischer Seite steht noch aus. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte am Sonntag, dass Israel seine Militäroffensive fortsetzen werde, bis aus dem Gazastreifen kein Beschuss mehr zu erwarten sei.

Erneut Luftangriffe und Raketeneinschläge

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag erneut Ziele im Gaza-Streifen angegriffen. Innerhalb von 24 Stunden seien 65 Ziele in dem Küstenstreifen am Mittelmeer attackiert worden, teilte eine Sprecherin der israelischen Armee mit. Aus dem Gazastreifen wurden auch in der Nacht zum Montag Raketen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert. 13 Flugkörper schlugen nach Angaben der israelischen Armee in freiem Gelände ein.

Am Wochenende wurden auch Raketen aus dem Libanon und Syrien in Richtung Israel geschossen. Ein israelisches Kleinkind kam durch einen Granatsplitter ums Leben. Die israelische Armee hatte ihre Angriffe auf den Gaza-Streifen in der Folge wieder verstärkt. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu drohte auch Libanon und Syrien mit Angriffen auf deren Territorium.

Am vergangenen Dienstag war eine befristete Waffenruhe vorzeitig zerbrochen. Seitdem gibt es wieder heftige Gefechte. Der Gaza-Krieg dauert inzwischen fast 50 Tage ab. Mehr als 2100 Palästinenser und 68 Israelis kamen bei den Gefechten ums Leben.