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Meinungsfreiheit

Ägypten blockiert mehrere Internetseiten

Ägypten hat 21 Internetseiten gesperrt. Darunter sind auch die des arabischen Nachrichtenkanals Al-Dschasira sowie der Huffington Post. Ein Vorwurf: Die Verbreitung von Lügen. Die Ursache dürfte eine andere sein.

Nicht mehr zugänglich sei auch der Internetauftritt der in Ägypten verbotenen Muslimbrüder sowie anderer islamistischer Medien, meldete die Nachrichtenseite Al-Masry al-Youm. Ebenfalls blockiert wurde demnach die arabische Version der "Huffington Post" sowie die unabhängige Seite Mada Masr, die in Kairo ihren Sitz hat. Nicht näher genannte Sicherheitsquellen erklärten, die Seiten enthielten Material, das Terrorismus und Extremismus unterstütze sowie Lügen verbreite.

Ägypten geht seit dem Sturz des frei gewählten Präsident Mohammed Mursi 2013 mit harter Hand gegen Islamisten vor. In den Fokus geriet auch immer wieder der Sender Al-Dschasira, der vom Emirat Katar finanziert wird. Ägypten und andere arabischen Staaten werfen dem Golfstaat vor, die Muslimbrüder und andere Islamisten zu fördern.

Blockade nach lobenden Worten für den Iran

Die Blockade der Seiten kommt zwei Tage nach angeblich kritischen Äußerungen des Emirs von Katars, Tamim bin Hamad Al Thani, über Ägypten und andere arabische Staaten. Katars staatliche Nachrichtenagentur QNA zitierte ihn zudem mit lobenden Worten für den Iran, mit dem die meisten anderen Golfstaaten verfeindet sind.

Katars Außenministerium erklärte danach zwar, der Bericht sei gefälscht gewesen und von Hackern auf der Internetseite der QNA veröffentlicht worden. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ließen dennoch wie jetzt Ägypten die Nachrichtenseite von Al-Dschasira sowie andere katarische Internetauftritte sperren.

pg/kle (dpa, rtre, afpe)