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Aktuell Welt

Ächtung von Streubomben zeigt Wirkung

Streubomben sind heimtückisch. Sie zerplatzen beim Aufprall in viele kleine Einzelsprengsätze. In vielen Ländern lauern immer noch Blindgänger. Doch eine Konvention zeigt jetzt Wirkung.

Die Gefahr schwerer Verletzungen durch Blindgänger von Streubomben ist weltweit zurückgegangen. Das geht aus dem Streubomben-Monitor hervor, der in London zum dritten Mal vorgestellt wurde. Seit 2008 die internationale Konvention zur Ächtung dieser heimtückischen Waffen zustande kam, seien 750.000 Streubomben mit 85 Millionen Sub-Sprengsätzen zerstört worden, heißt es in den Dokument.

Diese beeindruckende Zahl zeige, wie sehr Regierungen dahinter stehen, den Vertrag umzusetzen, sagte Mary Wareham von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Länder mit großen Streubombenvorräten wie Großbritannien hätten angedeutet, dass die Vernichtung der Munition schneller vorangehe und das Ziel der vollständigen Vernichtung bereits vor der 2008 vereinbarten Acht-Jahres-Frist erreicht werden könne. "Der Report zeigt klar, dass die Konvention schon jetzt ihr Ziel erreicht, das Leiden durch Streubomben zu stoppen", sagte Laura Cheeseman, Präsidentin der Internationalen Koalition gegen Streubomben.

Fast alle Staaten machen mit

In 24 Ländern lauern nach dem Report noch Blindgänger. Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit mindestens 55 Menschen Opfer von unabsichtlich hochgehenden Streubomben, darunter in Ländern wie Kambodscha, Laos, dem Irak, Libanon, Sudan und der Westsahara. Auch einige Länder auf dem Balkan sind weiterhin betroffen.

Inzwischen haben 117 Länder die Konvention unterschrieben und 75 ratifiziert. Dazu gehören auch frühere Hersteller von Streubomben wie Italien, die Schweiz oder Schweden, nicht aber die USA. Doch auch die meisten anderen Länder, die das Abkommen noch nicht unterzeichnet hätten, hielten sich an dessen Bestimmungen, so die Autoren des Reports.

gmf/wl (dpa, kna)